Wirtschaft

"Aus den Nachrichten erfahren" Tiktok-Eigentümer weiß nichts von Spende

Überraschung nach dem von Donald Trump verkündeten Tiktok-Deal: Der Eigentümer der Videoplattform, Bytedance, gibt sich hinsichtlich der vom US-Präsidenten angesprochenen Milliardenspende an eine texanische Bildungseinrichtung völlig ahnungslos.

Der chinesische Eigentümer von Tiktok hat überrascht auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump reagiert, im Zuge des Deals um die populäre Videoplattform fünf Milliarden US-Dollar an einen Bildungsfonds in Texas überweisen zu wollen. Der Konzern Bytedance teilte mit, davon "erstmals aus den Nachrichten erfahren" zu haben.

Das Unternehmen sei Investitionen im Bildungsbereich verpflichtet und plane mit globalen Anteilseignern Online-Unterricht auf der Basis von künstlicher Intelligenz und Videotechnologie, hieß es lediglich. Auf den Bildungsfonds wurde dabei nicht eingegangen.

Zuvor hatte Trump mitgeteilt, eine Vereinbarung zwischen Bytedance und US-Unternehmen gebilligt zu haben. Das weltweite Geschäft von Tiktok soll demnach in eine neue Firma mit Sitz in den Vereinigten Staaten kommen. Der amerikanische Software-Konzern Oracle soll dabei alle Daten von US-Nutzern verarbeiten und sich um die dazugehörigen technischen Systeme kümmern.

Trump will anderen Geschichtsunterricht in den USA

Präsident Trump hatte Tiktok als Sicherheitsrisiko bezeichnet, weil die App dem chinesischen Bytedance-Konzern gehört. Bei einem Wahlkampfauftritt hatte Trump ferner angekündigt, dass Tiktok fünf Milliarden Dollar an einen Bildungsfonds für patriotische Erziehung im Bundesstaat Texas überweisen werde.

Der Republikaner strebt einen anderen Geschichtsunterricht in den USA an. Aus seiner Sicht wird die historische Bedeutung der Sklaverei aktuell zu stark hervorgehoben. Er hatte zuvor verlangt, dass die US-Regierung eine Art Kommission bekommen müsse, weil sie den Tiktok-Deal herbeigeführt habe.

Bytedance teilte ferner mit, zusammen mit seinen Partnern Oracle und Wal-Mart den jetzt erreichten Konsens umsetzen zu wollen, um "so schnell wie möglich" eine Kooperationsvereinbarung zu erreichen, die die rechtlichen Anforderungen in den USA und China erfülle.

Quelle: ntv.de, wne/dpa