Wirtschaft

Fast 300.000 Fahrzeuge in Europa Toyota ruft Millionen Hybrid-Autos zurück

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Grund für den Rückruf ist ein Funktionsproblem mit dem Hybridsystem.

(Foto: imago/AFLO)

Im Dieselskandal kann Toyota mit seinem Schwerpunkt auf Hybrid-Fahrzeugen punkten. Doch nun muss der Autobauer Millionen Fahrzeuge zurückrufen. Grund ist ein technischer Defekt, der zu Unfällen führen kann. Betroffen sind nur zwei Modelle.

Der japanische Autobauer Toyota hat weltweit mehr als 2,4 Millionen Hybrid-Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen. Betroffen seien Autos der Modelle Prius und Auris, die zwischen Oktober 2008 und November 2014 produziert wurden, erklärte der Hersteller. Grund für den Rückruf ist ein Funktionsproblem mit dem Hybridsystem, das zu Unfällen führen könnte.

Dem Verkehrsministerium zufolge meldete Toyota bereits drei Fälle, bei denen es diese Probleme gab, Unfälle gab es deswegen jedoch bislang nicht. Von den insgesamt 2,43 Millionen zurückgerufenen Fahrzeugen sind allein 1,25 Millionen Halter in Japan betroffen, dazu 830.000 in Nordamerika und 290.000 in Europa. Toyota hatte schon früher Hybrid-Modelle wegen anderer Probleme zurückrufen müssen.

Anfang September musste Toyota über eine Million Fahrzeuge zurückrufen. Der Rückruf erstreckte sich auf Modelle des Prius, die zwischen Juli 2015 und Mai 2018 gebaut wurden. Außerdem betroffen waren Plug-in-Hybride des Prius (März 2016 bis Mai 2018) sowie des Toyota C-HR (Mai 2016 bis Mai 2018). Nach Angaben des Autobauers könne ein Kabelbaum im Motorraum auf die Kante einer Abdeckung drücken und im Laufe der Zeit durch Reibung beschädigt werden. Werde die Isolierung stark in Mitleidenschaft gezogen, könnte ein Kurzschluss folgen.

Der Autobauer gilt als Nutznießer der Dieselkrise, seinen wachsenden Absatz vor allem in Europa kann Toyota auch auf seine Hybrid-Modelle zurückführen. Bei der Hybrid-Technologie sind Fahrzeuge sowohl mit einem Elektromotor als auch mit einem Otto- oder Dieselmotor ausgestattet. Beim Plugin-Hybrid können die eingebauten Akkus auch ans Stromnetz angeschlossen und so aufgeladen werden.

Quelle: ntv.de, mba/AFP/dpa

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