Wirtschaft

Der kleinere Absatzschwund siegt Toyota stößt VW vom Thron

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Die beiden großen Autobauer müssen 2020 Absatzeinbrüche im zweistelligen Prozentbereich hinnehmen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Coronakrise erleiden sowohl der VW-Konzern als auch Dauerrivale Toyota herbe Absatzrückgänge, aber die Wolfsburger leiden mehr. Toyota ist damit das erste Mal seit fünf Jahren wieder der größte Autobauer der Welt und kann auf einem wichtigen Markt sogar Zugewinne verbuchen.

Der japanische Autoriese Toyota hat beim globalen Absatz erstmals seit fünf Jahren wieder den Spitzenplatz erreicht und damit seinen Rivalen Volkswagen überholt. Wie der japanische Branchenprimus bekannt gab, setzte die Gruppe, zu der auch der Kleinwagenspezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeughersteller Hino Motors gehören, im vergangenen Jahr global 9,53 Millionen Fahrzeuge ab.

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Das ist zwar ein Rückgang zum Vorjahr um 11,3 Prozent. Doch bekam Toyota die Auswirkungen der Corona-Pandemie geringer zu spüren als andere Hersteller. Dank einer Erholung auf den beiden wichtigsten Märkten China und USA ging es für Toyota wieder bergauf: Seit Oktober stieg der Fahrzeugabsatz drei Monate in Folge wieder an. Erz-Rivale VW dagegen musste im vergangenen Jahr einen Absatzrückgang von 15,2 Prozent hinnehmen. Die Wolfsburger verkauften damit 2020 rund 200.000 Autos weniger als ihre japanischen Konkurrenten.

Neben einer Erholung in China und den USA ab Herbst habe auch eine aggressive Verkaufsstrategie mit einer Serie neuer Modelle dazu beigetragen, dass der Absatz der Toyota-Gruppe im vergangenen Jahr im Vergleich zu anderen Konzernen solide ausfiel, hieß es. Der japanische Hersteller erklärte, vor allem in China habe Toyota mehr Autos verkauft: Das Plus in der Volksrepublik lag bei über zehn Prozent im Vorjahresvergleich.

Quelle: ntv.de, lwe/dpa/AFP