Wirtschaft

Verzögerungen bei A320neo Triebwerks-Probleme belasten Airbus

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Wegen Lieferproblemen bei Triebwerken konnte Airbus vergangenes Jahr viele A320neo-Flieger erst im Dezember ausliefern.

(Foto: picture alliance / Guillaume Hor)

Weil Triebwerke für den neuen Mittelstrecken-Airbus A320neo fehlen, kann das Unternehmen weniger Flugzeuge ausliefern. Das drückt auf Umsatz und Gewinn. Im aktuellen Jahr rechnet der Fluzeugbauer trotzdem mit einem Rekord.

Triebwerksprobleme beim neuen Kurzstreckenflugzeug A320neo haben den europäischen Flugzeugbauer Airbus zum Jahresauftakt belastet. Umsatz und Gewinn gingen im ersten Quartal deutlich zurück. Das Ergebnis sank im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres unter dem Strich um fast ein Drittel auf 283 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz fiel um zwölf Prozent auf 10,1 Milliarden Euro.

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Die Auslieferungen von A320neo-Flugzeugen stocken wegen technischer Probleme und Verzögerungen bei den Triebwerkszulieferern. Im vergangenen Jahr konnte der Flugzeugbauer viele Flieger erst im Dezember an seine Kunden übergeben. Zwischen Januar und März wurden nur 121 Maschinen ausgeliefert. Die Triebwerks-Lieferanten Pratt & Whitney und CFM International konnten zeitweise nicht liefern. Inzwischen sollen die Probleme aber behoben sein.

"Es ist für uns alle eine herausfordernde Situation", räumte Airbus-Vorstandschef Tom Enders ein. "Aber auf Basis der Zuversicht der Triebwerkshersteller und ihrer Fähigkeit, ihre Zusagen einzuhalten, können wir unsere Erwartungen für das Gesamtjahr bestätigen."

Der Boeing-Konkurrent bestätigte jedoch die Prognose für das laufende Jahr und rechnet weiter mit der Auslieferung von 800 Verkehrsflugzeugen, einem neuen Firmenrekord. Dies hänge aber davon ab, ob die Zulieferer von Triebwerken wie Pratt-&-Whitney und CFM ihre Zusagen einhalten. Vergangenes Jahr wurden insgesamt 718 Maschinen ausgeliefert.

Quelle: n-tv.de, cam/rts/dpa/DJ