Wirtschaft

Erste Einigung im Handelsstreit Trump: China reduziert Zölle auf US-Autos

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Donald Trump und seine Delegation bei den Gesprächen mit den Chinesen in Buenos Aires.

(Foto: dpa)

China sagt nach Angaben von US-Präsident Trump zu, Zölle auf US-Autos "zu reduzieren und abzuschaffen". Derzeit lägen die Zölle bei 40 Prozent, twittert Trump. Das ist ein erster praktischer Schritt zur Entschärfung des Handelsstreits.

China kommt den USA nach Worten von US-Präsident Donald Trump bei Autozöllen entgegen. Die Führung in Peking habe sich bereit erklärt, die Abgaben auf US-Importwagen von derzeit 40 Prozent zu "reduzieren und abzubauen", teilte Trump über Twitter mit. Details ließ er offen, eine Bestätigung aus Peking gab es vorerst nicht. Ein solcher Schritt könnte Ford, Tesla und auch BWM nutzen, die in den USA Autos für China produzieren.

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Trump hatte am Wochenende mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping vereinbart, vorerst auf eine neue Zollrunde zu verzichten. Eine ähnliche Übereinkunft mit der EU gab es nicht, sodass deutsche Autobauer weiter neue Zölle fürchten müssen. Am Dienstag werden Topmanager der Branchengrößen im Weißen Haus erwartet.

Wie hoch die chinesischen Zölle auf Wagen aus den USA künftig sein werden, blieb zunächst offen. Auch ging aus Trumps Twitter-Mitteilung nicht hervor, wann er die spezielle Auto-Übereinkunft mit den Chinesen erzielt hat. Das US-Präsidialamt und Trumps Handelsbeauftragte waren für Stellungnahmen zunächst nicht zu erreichen.

Nach monatelanger Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hatten Trump und Xi am Wochenende am Rande des G20-Gipfels in Argentinien eine Art Waffenstillstand vereinbart: In den kommenden 90 Tagen wollen sie auf neue Zölle verzichten und in dieser Zeit über Streitfragen wie den Schutz geistigen Eigentums oder Technologietransfer verhandeln.

China kauft mehr US-Produkte

Trump stört sich auch besonders an dem riesigen Defizit seines Landes im Handel mit der Volksrepublik. Nun sagte China zu, mehr US-Produkte zu kaufen. Laut US-Präsidialamt werden die Vereinigten Staaten dafür zunächst konkret davon absehen, die Zölle auf chinesische Importgüter im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar ab Januar auf 25 Prozent zu erhöhen. Derzeit liegen sie bei zehn Prozent.

Die EU fürchtet dagegen, dass die USA in den kommenden Tagen neue Strafzölle einführen, obwohl dies eigentlich nach einer Stillhaltevereinbarung von Trump mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker unterbleiben soll.

Große Sorgen macht sich vor allem die deutsche Autobranche. Doch das geplante Treffen der Spitzenmanager von BMW, VW und Daimler im Weißen Haus schürt in der Politik auch Bedenken. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer mahnte zuletzt, es müsse eine starke Position der EU geben. Sie warnte vor Nebenabsprachen mit der US-Regierung. "Ich beobachte das auf jeden Fall mit einer hohen Aufmerksamkeit", sagte die Kandidatin für den CDU-Vorsitz.

Ökonom hält Managertreffen in Washington für Trump-Show

Der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, Dennis Snower, kritisierte im "Handelsblatt" die geplante Begegnung der deutschen Automanager mit der US-Regierung. Dies sei nichts anderes als eine "pompöse Show des Herrn Trump, um Schlagzeilen zu produzieren". Die Konzernchefs hätten keine Verhandlungshoheit. "Es sollte mit Regierungsvertretern und nicht mit Interessengruppen verhandelt werden."

Noch am Montag, also vor den deutschen Managern, wurden Vertreter von US-Herstellern Insidern zufolge zu Unterredungen mit den Handelsbeauftragten von Trump erwartet. Die großen US-Autobauer erklärten, sie wüssten nichts von niedrigeren Zöllen auf Exporte nach China.

Falls Sie wissen möchten, warum China im Handelsstreit mit den USA noch über eine "Nukleare Option" verfügt, diese aber besser nicht einsetzt, hören Sie rein in diese Folge von "Wieder was gelernt", dem Podcast von n-tv.de.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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