Wirtschaft
Ende Januar fliegt Trump in die Schweiz.
Ende Januar fliegt Trump in die Schweiz.(Foto: AP)
Dienstag, 09. Januar 2018

Freihandel gegen "America First": Trump fliegt zum Weltwirtschaftsforum

Noch in diesem Monat reist der US-Präsident nach Europa: Er will das Weltwirtschaftsforum in Davos besuchen. Seine protektionistischen Ideen dürften dort allerdings auf wenig Gegenliebe stoßen.

US-Präsident Donald Trump wird an der diesjährigen Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos teilnehmen. Der Präsident freue sich darauf, bei dem Forum für seine Politik zur Stärkung amerikanischer Unternehmen, Industrien und Arbeiter zu werben, erklärte Trumps Sprecherin Sarah Sanders.

Beim WEF hieß es, die Teilnehmer am Weltwirtschaftsforum bekämen so Einblicke in die politischen und wirtschaftlichen Prioritäten der USA aus erster Hand. Zudem würden auch wichtige Minister der Trump-Regierung vertreten sein. Insgesamt hätten sich unter anderem mehr als 60 Staatsoberhäupter oder Regierungschefs sowie zahlreiche Topmanager angesagt. Eine Teilnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist noch unklar.

Trump wäre der erste Präsident seit dem Jahr 2000, der persönlich nach Davos reist. Damals war Bill Clinton als erster US-Staatschef persönlich beim WEF erschienen - und hatte ein Plädoyer für den Freihandel gehalten. Dessen Nachfolger George W. Bush und Barack Obama verzichteten auf eine Teilnahme und entsendeten Vertreter, etwa ihre Vizepräsidenten.

Das Weltwirtschaftsforum findet vom 23. bis zum 26. Januar unter dem Motto "Für eine gemeinsame Zukunft in einer zersplitterten Welt" ("Creating a Shared Future in a Fractured World") statt. Konkret sollen dabei nach Angaben der Veranstalter "innovative Ideen" vorgelegt werden, um etwa den Freihandel beizubehalten und den Umweltschutz zu stärken.

Damit stellt sich das WEF klar gegen die Politik von Trump, der eine Abschottungspolitik propagiert. Seine Linie eines "America First" stieß international auf Kritik und ließ Befürchtungen über einen neuen weltweiten Protektionismus wachsen. Auch der von Trump verfügte Rückzug der USA aus dem Klimaabkommen von Paris wurde international verurteilt.

Quelle: n-tv.de