Wirtschaft

Frist im Zollstreit läuft ab Trump will Xi vorerst nicht treffen

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Trump und Xi Jinping im Jahr 2017. Damals war von Strafzöllen noch keine Rede.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Handelsstreit zwischen den USA und China herrscht derzeit Waffenstillstand. Doch wenn am 1. März das Ultimatum ausläuft, drohen weitere Strafzölle. Bis dahin will US-Präsident Trump nicht mehr mit Chinas Staatschef Xi Jinping verhandeln.

US-Präsident Donald Trump hat offenbar nicht vor, sich vor Ablauf der Frist im Handelsstreit mit China mit Staatschef Xi Jinping zu treffen. Das Ultimatum läuft am 1. März aus. Auf die Frage, ob es eine Zusammenkunft vor diesem Datum geben werde, antwortete Trump am Donnerstag mit "Nein". Ein Treffen sei nicht terminiert.

Trump hatte am Rande einer Verhandlungsrunde zu dem Handelsstreit in der vorigen Woche erklärt, ein endgültiges Abkommen müsse von ihm selbst und von Xi unterzeichnet werden. In der nächsten Woche reist eine hochrangige US-Delegation unter Führung von Finanzminister Steven Mnuchin zu weiteren Gesprächen nach China. Die Präsidenten der beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatten Anfang Dezember beim G20-Gipfel in Argentinien vereinbart, dass für eine Frist von 90 Tagen keine weiteren Zölle erhoben und geplante Erhöhungen von Zöllen ausgesetzt werden. Das Ultimatum läuft am 1. März aus. Gibt es bis dahin keine Fortschritte, drohte Trump bereits mit einer weiteren Erhöhung der Abgaben auf chinesische Importe.

Trump will ein umfassendes Handelsabkommen mit China. Beide Länder überziehen sich seit Monaten mit erheblichen Sonderzöllen. Die USA erheben inzwischen Extra-Zölle auf die Hälfte aller Importe im Wert von 250 Milliarden Dollar. Ziel ist es, das Handelsdefizit mit China zu reduzieren. Dazu müsse es in China zu Strukturreformen bei der Subventionierung staatlicher Betriebe kommen und es müsse wirksam gegen geistigen Diebstahl und erzwungenen Technologietransfer vorgegangen werden.

Quelle: n-tv.de, ino/dpa

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