Wirtschaft

Staat kann einsteigen Tui-Aktionäre segnen Rettungspaket ab

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Der Weg für den Bund ist frei, mit insgesamt bis zu gut 25 Prozent bei Tui einzusteigen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Durch die Beschränkungen in der Corona-Pandemie erleidet der Reisekonzern Tui einen existenzbedrohenden Geschäftseinbruch. Nur mithilfe einer Finanzspritze der Aktionäre und des Staates wird das Unternehmen vor einer Pleite bewahrt. Die Eigner machen den Weg für ein Rettungspaket frei.

Der deutsche Staat kann sich nach der Lufthansa nun auch in größerem Umfang am Reisekonzern Tui beteiligen. Die Eigner des schwer von der Corona-Krise getroffenen Unternehmens stimmten mit großer Mehrheit einem entsprechenden Recht zum Umtausch von Vermögenseinlagen in Aktien zu. Damit ist der Weg für den Bund frei, mit insgesamt bis zu 25 Prozent plus einem Anteilsschein bei Tui einzusteigen.

Das Unternehmen hatte seine Eigentümer zu einer außerordentlichen Hauptversammlung zusammengerufen, die wegen der Pandemie-Beschränkungen online ausgerichtet wurde. Dabei schufen die Aktionäre mehrheitlich die letzten formalen Voraussetzungen für eine größere staatliche Beteiligung.

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Die EU-Kommission hatte zuvor am Montagabend in Brüssel erklärt, dass die wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen für bis zu 1,25 Milliarden Euro an deutschen Hilfen aus ihrer Sicht erfüllt sind. Im Einzelnen geht es dabei um eine stille Beteiligung an Tui von 420 Millionen Euro, die der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) laut Beschluss der Aktionäre nun in direkte Anteilsscheine umwandeln darf.

Zudem umfasst das Paket eine ebenfalls wandelbare Anleihe im Wert von 150 Millionen Euro, für die bereits im Spätsommer die wesentlichen Bedingungen geklärt worden waren. Hinzu kommt jetzt noch eine zweite, allerdings nicht wandelbare stille Beteiligung von bis zu 680 Millionen Euro. Die genaue Ausschöpfung dieses letzten Teils ist unter anderem abhängig davon, ob sich das Land Niedersachsen am Tui-Hauptsitz Hannover bereit erklärt, eine Summe von bis zu 400 Millionen Euro mit einer eigenen Garantie abzusichern.

Quelle: ntv.de, jki/dpa