Wirtschaft

Neue Gespräche im Handelsstreit US-Abgesandte fühlen in Peking vor

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Jeffrey Gerrish ist Kopf der US-Handelsdelegation.

(Foto: REUTERS)

Handelsexperten richten ihre Augen auf Peking: Kommt es im Zollstreit zwischen Chinesen und Amerikanern zu einer gütlichen Einigung? Wenige Tage vor der China-Reise von Trumps Finanzminister Mnuchin laufen die Vorbereitungen für die anstehende Verhandlungsrunde.

Im Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Sondierungen für eine neue Gesprächsrunde begonnen. Vertreter beider Länder kamen zu Wochenbeginn in Peking zusammen, um den Besuch einer hochrangigen US-Delegation unter Führung von Finanzminister Steven Mnuchin vorzubereiten. Der US-Finanzminister wird am Donnerstag und Freitag in der chinesischen Hauptstadt erwartet.

Derzeit halten sich die USA und China noch an eine Art Waffenstillstand im drohenden Handelskrieg. Bis Anfang März soll es einer früheren Vereinbarung zufolge nicht zu weiteren Sonderzöllen und nicht zu einer Erhöhung von Zöllen kommen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, er wolle ein "umfassendes Abkommen". Konkrete Anzeichen für eine mögliche Annäherung gibt es bislang allerdings nicht.

In dem Streit geht es unter anderem um aus US-Sicht problematische Zuwendungen des Staates an chinesische Firmen, erzwungenen Technologietransfer, den Diebstahl geistigen Eigentums und andere unfaire Praktiken, die Washington den Chinesen vorwirft. Ziel sei es unter anderem, das riesige Handelsdefizit mit China zu verkleinern.

Die USA hatten China im vergangenen Jahr mit Sonderzöllen auf Waren im Wert von 250 Milliarden Dollar überzogen - das sind die Hälfte aller Exporte aus China in die USA. Peking hatte sich mit Vergeltungszöllen und weiteren Maßnahmen gewehrt.

Der Streit zwischen den beiden weltgrößten Wirtschaftsmächten gilt längst als größtes Konjunkturrisiko und könnte die Entwicklung der Weltwirtschaft insgesamt belasten. Im Fall eines Konjunktureinbruchs dürften die Auswirkungen in den aufstrebenden Schwellenländern den Befürchtungen zufolge deutlich gravierender ausfallen als in den USA.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa

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