KI als SchnäppchenfinderUS-Amerikaner shoppen am "Black Friday" für knapp 12 Milliarden Dollar

Der "Black Friday" ist in den USA mittlerweile der wichtigste Shoppingtag des Jahres - und die Konsumenten greifen zu. Für 11,8 Milliarden Dollar kaufen sie ein. Um besondere Schnäppchen zu machen, nutzen viele von ihnen künstliche Intelligenz. Die Inflation hebelt aber auch die nicht aus.
In den USA haben Konsumenten auf der Schnäppchensuche in Internet-Shops am "Black Friday" rekordverdächtige knapp zwölf Milliarden Dollar ausgegeben. Geholfen haben ihnen dabei KI-gestützte Shopping-Tools. Laut Adobe Analytics, das eine Billion Besuche von Käufern auf Online-Einzelhandelswebseiten erfasst, gaben Amerikaner am wichtigsten Einkaufstag des Jahres 11,8 Milliarden Dollar online aus. Das waren 9,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die KI-unterstützte Suche nach besonders günstigen Angeboten in Einzelhandels-Portalen stieg laut Adobe um 805 Prozent im Vergleich zu 2024. Damals waren KI-Instrumente wie Rufus von Amazon noch nicht auf dem Markt.
"Die Verbraucher nutzen neue Tools, um schneller an das zu gelangen, was sie brauchen", sagte Suzy Davidkhanian, Analystin bei eMarketer. "Die Suche nach Geschenken kann stressig sein, und LLMs (Large Language Models, also große Sprachmodelle) lassen den Entdeckungsprozess schneller und geführter erscheinen." Dazu passt eine Adobe-Umfrage, in der fast die Hälfte aller Befragten angab, dass sie in dieser Saison KI beim Online-Shopping eingesetzt haben oder einsetzen wollen.
Laut dem Softwareunternehmen Salesforce haben KI-Anwendungen weltweit 14,2 Milliarden Dollar an Online-Verkäufen am "Black Friday" beeinflusst, davon allein drei Milliarden Dollar in den USA. Obwohl die US-Verbraucher an diesem "Black Friday" mehr ausgaben als im vergangenen Jahr, hemmten Preiserhöhungen laut Salesforce die Online-Nachfrage. Deswegen hätten Käufer unter dem Strich weniger Artikel gekauft als 2024. Das Bestellvolumen ging um ein Prozent zurück, während die durchschnittlichen Verkaufspreise um sieben Prozent anstiegen.
In den Ladengeschäften war die Schnäppchenjagd relativ verhalten. Einige Kunden sagten, dass sie angesichts der anhaltenden Inflation, der handelsbedingten Unsicherheit und des schwachen Arbeitsmarktes zu hohe Ausgaben befürchteten.