Kurssprung bei GarminUS-Anleger greifen bei Tech-Werten wieder zu

Nach der Seitwärtstendenz der letzten Tage geht es an der Wall Street mit den Indizes wieder nach oben. Zum einen sorgten positive Konjunkturdaten für Kauflaune. Zum anderen verlieren die Anleger ihre Scheu vor Technologieaktien.
Die Erholung im Technologiesektor hat den US-Börsen am Mittwoch Auftrieb gegeben. Der US-Standardwerteindex Dow Jones gewann 0,3 Prozent auf 49.663 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,8 Prozent auf 22.754 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 0,6 Prozent auf 6881 Stellen.
"Der Technologiesektor hat im bisherigen Jahresverlauf offensichtlich zu kämpfen gehabt", sagte Ryan Detrick, Chefmarktstratege der Carson Group. "Es ist erfreulich zu sehen, dass der Sektor die Führung wieder übernimmt, die er im Jahr 2026 bisher eindeutig abgegeben hat." In den vergangenen Wochen hatte die Sorge vor zu hohen KI-Investitionen der großen Tech-Konzerne die Kurse wiederholt auf Talfahrt geschickt. Zudem sorgten sich Anleger um die von immer neuen KI-Tools bedrängten Geschäftsmodelle im Sektor.
Für gute Stimmung sorgten zudem jüngste Konjunkturdaten. Die US-Unternehmen sind überraschend gut ins Jahr gestartet: Der US-Auftragseingang für langlebige Güter sank im Dezember nicht so stark wie befürchtet, die Industrieproduktion weitete sich aus. Industrie, Versorger und Bergbau stellten im Januar zusammen 0,7 Prozent mehr her als im Vormonat. Experten hatten ein Plus von 0,4 Prozent vorhergesagt.
Im Halbleitersektor zogen die Aktien von Nvidia um 1,6 Prozent an. Der KI-Vorreiter hat einen mehrjährigen Vertrag über den Verkauf von Millionen seiner aktuellen und zukünftigen Chips für Künstliche Intelligenz (KI) an Meta Platforms unterzeichnet. Glänzen konnten Cadence Design Systems mit einem Kurssprung von 7,6 Prozent. Der Anbieter von Chipdesign-Software übertraf die Umsatzschätzungen für das vierte Quartal.
Der Fitnessuhren- und Navigationsgeräte-Hersteller Garmin überzeugte Anleger mit seiner Wachstumsprognose. Die Aktien stiegen um mehr als neun Prozent. Nicht punkten konnte die Cybersicherheitsfirma Palo Alto Networks. Die Papiere fielen nach der Senkung der Gewinnprognose um 6,8 Prozent. Papiere des Impfstoffherstellers Moderna legten um 6,1 Prozent zu. Nach einem anfänglichen Rückschlag will die US-Arzneimittelbehörde FDA Modernas Grippeimpfstoff doch prüfen.
Erfolglose Iran-Verhandlungen treiben Ölpreis
Der S&P 500 Energie-Index folgte dem Anstieg der Ölpreise, die um knapp fünf Prozent anzogen. Die am Dienstag begonnenen Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland in Genf waren am Mittwoch nach nur zwei Stunden abrupt zu Ende gegangen. Zudem will der Iran einem Insider zufolge binnen zwei Wochen detaillierte Vorschläge zur Überbrückung der Differenzen im Atomstreit mit den USA vorlegen. Teheran kündigte einen Tag nach der zeitweiligen Sperrung der Straße von Hormus für den Frachtverkehr gemeinsame Manöver mit Russland an. Die Meerenge zählt zu den weltweit wichtigsten Routen für den Öltransport.
Angesichts der Unsicherheiten griffen Anleger nach zwei Verlusttagen bei Gold zu. Das Edelmetall legte 2,2 Prozent auf 4983 Dollar zu. Bitcoin verlor dagegen zwei Prozent auf 66.350 Dollar.
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