US-Banken punkten mit WachstumHoffnung auf Nahost-Frieden beflügelt die Wall Street

Die Aussicht auf eine Entspannung im Nahost-Konflikt treiben die Indizes an der Wall Street an. Besonders eine US-Investmentbank legt nach einem Rekordumsatz zu. Ein Tech-Konzern kündigt Entlassungen an, was Anleger als richtigen Schritt einstufen.
Die Hoffnung auf Frieden in Nahost und positiv aufgenommene Unternehmenszahlen haben am Mittwoch zu neuen Rekorden an der Wall Street geführt. Der US-Standardwerteindex Dow Jones blieb zwar fast unverändert bei 48.464 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte jedoch 1,6 Prozent auf 24.016 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,8 Prozent auf 7023 Stellen zu. Für Nasdaq und S&P waren es Schlussrekorde.
Anleger hielten an der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Nahost-Krieg fest: Die USA und der Iran erwägen einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, ihre Waffenruhe um zwei Wochen zu verlängern. Gespräche zur Beendigung des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran könnten in den nächsten zwei Tagen in Pakistan wieder aufgenommen werden, hatte US-Präsident Donald Trump am Dienstag gesagt.
Die Anleger sind Börsianern zufolge bereit, bei den geringsten Anzeichen einer Deeskalation in risikoreichere Anlagen umzuschichten. "Der Markt ist vorsichtig optimistisch, dass wir wieder Frieden mit dem Iran schließen können", sagte Art Hogan, Stratege bei B. Riley Wealth.
Für Unterstützung an den Börsen sorgten positive Firmenbilanzen. So stiegen die Aktien der Bank of America um 1,8 Prozent, nachdem das zweitgrößte US-Kreditinstitut für das erste Quartal einen Gewinnanstieg gemeldet hatte. Die Papiere von Morgan Stanley gaben noch stärker Gas und legten um 4,5 Prozent zu. Die Investmentbank profitierte von einer Welle von Fusionen und Übernahmen und erzielte einen Rekordumsatz im Aktienhandel. Die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten infolge des Nahost-Krieges sorgten für deutlich mehr Transaktionen.
Eine Lockerung der US-Kapitalmarktvorschriften für Day-Trader beflügelte die Aktien der auf Kleinanleger ausgerichteten Plattformen Robinhood, eToro und Interactive Brokers. Sie gewannen zwischen 3,4 und 10,4 Prozent.
Die Ankündigung eines Stellenabbaus beflügelte die Aktien des Snapchat-Betreibers Snap. Die Papiere stiegen um etwa 7,9 Prozent. Snap will nach eigenen Angaben 1000 Mitarbeiter entlassen, was 16 Prozent der Belegschaft entspricht.