Wirtschaft

Butina forschte Konservative aus US-Firmenboss stürzt über Affäre mit Spionin

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Butina muss eineinhalb Jahre im Gefängnis absitzen.

(Foto: AP)

Drei Jahre lang hat US-Unternehmer Byrne eine Liaison mit einer Russin. Das wäre im Grunde genommen kein Problem, doch wie sich später herausstellt, spioniert die Frau diverse Institutionen und Politiker aus. Deswegen zieht der Amerikaner nun Konsequenzen.

Wegen einer früheren Beziehung zu der wegen Agententätigkeit verurteilten Russin Maria Butina ist ein US-Unternehmenschef zurückgetreten. Der Chef des Online-Möbelhändlers Overstock, Patrick Byrne, erklärte, er wolle damit möglichen Schaden von dem Unternehmen abwenden. Er sei inzwischen "viel zu umstritten", um Overstock weiter zu führen. Sein Verbleib an der Firmenspitze hätte die Geschäfte des Unternehmens behindern können.

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Byrne auf einem Bild aus dem Jahr 2010

(Foto: AP)

Byrne hatte vergangene Woche erklärt, drei Jahre lang mit Butina liiert gewesen zu sein. Die Russin war im April wegen Agententätigkeit zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt worden. Sie hatte sich schuldig bekannt, konservative politische Zirkel der Vereinigten Staaten unterwandert zu haben.

Sie hatte enge Kontakte zur US-Waffenlobby NRA geknüpft und auch in hochrangigen Kreisen der Republikanischen Partei von Präsident Donald Trump verkehrt. Allerdings hatte sie keine direkten Verbindungen zu einem der großen russischen Geheimdienste.

Butina ist die bislang einzige russische Staatsbürgerin, die aufgrund der weitverzweigten Ermittlungen zu verdeckter russischer Einflussnahme auf die US-Politik der vergangenen Jahre verurteilt wurde. Nach Angaben ihres Anwalts hatte sie eine "romantische" Beziehung zu Overstock-Chef Byrne. Gleichzeitig lebte sie mit dem Politikberater Paul Erickson zusammen, einem Republikaner und NRA-Mitglied.

Quelle: n-tv.de, shu/AFP

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