Wirtschaft
Warren Buffett sieht für Anleger von Kryptowährungen ein böses Ende nahen.
Warren Buffett sieht für Anleger von Kryptowährungen ein böses Ende nahen.(Foto: imago/Xinhua)
Montag, 07. Mai 2018

"Rattengift zum Quadrat": US-Investor Buffett wettert gegen Bitcoin

Mit Kryptowährungen steht Warren Buffett auf Kriegsfuß. Der Investor spricht von einer Spekulationsblase und wird nicht müde, seine Abneigung kundzutun - in seiner jüngsten Schimpftirade greift er zu ungewohnt drastischen Worten.

Warren Buffetts Abneigung gegen Kryptowährungen ist bekannt, doch am Rande des Aktionärstreffens seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway legte die 87-jährige Investorenlegende mit ungewohnt deutlichen Worten nach. Bitcoin sei wahrscheinlich "Rattengift zum Quadrat", sagte Buffett dem Sender CNBC.

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Der Börsen-Guru bekräftigte, dass er den Bitcoin-Hype für eine Spekulationsblase halte, die zu einem "bösen Ende" führen müsse. Kryptowährungen seien "unproduktives" Vermögen, das keine Werte schaffe und "Scharlatane" anziehe, so Buffett. In den sozialen Medien sorgte die Kritik für viel Aufregung unter Bitcoin-Anhängern.

Buffett wiederholte seine kontroversen Aussagen in einem weiteren CNBC-Interview. Der Bitcoin-Kauf folge der Theorie des größeren Dummkopfs - es gehe allein darum, jemanden zu finden, der noch mehr dafür zahle. "Die Leute mögen es, zu zocken."

Buffett: Aktien vor Staatsanleihen

Wenn es um langfristige Investitionen ginge, würde Buffett momentan Aktien bevorzugen. Er habe zwar immer mal wieder den Markt als wesentlich zu hoch bewertet empfunden, sagte er, "aber derzeit ist das nicht der Fall". Müsse er wählen zwischen einer Investition in den Standardwerteindex S&P oder in zehn- oder dreißigjährige US-Staatsanleihen, "würde ich keine Sekunde zögern und bei Aktien zugreifen", sagte er. Anleihen werden seiner Ansicht nach stärker fallen.

Buffett hatte allerdings in der Vergangenheit immer wieder von Anleihen abgeraten: Es gäbe nahezu keinen Zeitpunkt in der Geschichte der USA, zu dem der Kauf von Rentenpapieren empfohlen hätte werden können - mit der möglichen Ausnahme bei Kriegsanleihen.

Quelle: n-tv.de