Wirtschaft

Es wird wieder mehr gekauft US-Konsumstimmung verbessert sich deutlich

Der Konsum in den Vereinigten Staaten legt im April kräftiger als erwartet zu. Inbesondere für Autos geben Amerikaner mehr zu. Das sind Zeichen einer verbesserten Konjunktur. Wie reagiert nun die Fed?

Die Lage am Arbeitsmarkt ist für die US-Konjunktur entscheidend, da rund zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung auf den privaten Konsum zurückzuführen sind.

Die US-Amerikaner geben wieder mehr Geld aus.

Die US-Amerikaner haben ihren Konsum im April überraschend deutlich gesteigert. Die Ausgaben dafür legten um 1,0 Prozent zum Vormonat zu, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Das ist das dickste Plus seit mehr als sechs Jahren.

Ökonomen hatten lediglich mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent gerechnet. Die Verbraucher gaben insbesondere mehr für Autos aus. Die privaten Einkommen legten um 0,4 Prozent und damit im selben Tempo zu wie im Vormonat.

Die US-Wirtschaft war Anfang 2016 aufs Jahr hochgerechnet um 0,8 Prozent gewachsen. US-Notenbankchefin Janet Yellen geht jedoch davon aus, dass die Konjunktur bald wieder stärker anzieht. Die oberste Währungshüterin hat eine baldige Zinserhöhung signalisiert, die Experten nun für Juni oder Juli erwarten.

Die Fed hat ihr Ziel Vollbeschäftigung praktisch erreicht. Sie will jedoch auch einen stärkeren Preisauftrieb sehen. Die Währungshüter blicken dabei insbesondere auf die persönlichen Verbraucherausgaben, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Dieser Wert lag im April mit 1,6 Prozent jedoch noch unter dem Ziel der Fed von 2,0 Prozent. Sie hatte die geldpolitischen Zügel im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren angezogen und hält den Leitzins seither in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ