Wirtschaft

Tiefster Stand seit 2011 US-Verbraucherstimmung bricht ein

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US-Verbraucher haben mit der Inflation zu kämpfen: Waren sind im Juli 5,4 Prozent teurer als noch im Juni.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Preise steigen, die Laune sinkt. US-Amerikaner kaufen so wenig wie zuletzt im Dezember vor zehn Jahren. In einer Umfrage zeigen sie sich pessimistisch. Für Ökonomen ist das Ausmaß der Shopping-Müdigkeit eine Überraschung.

Wegen stark steigender Preise hat sich die Stimmung der US-Konsumenten im August so stark eingetrübt wie seit Dezember 2011 nicht mehr. Das Barometer für die Verbraucherlaune sank auf 70,2 Zähler von 81,2 im Juli, wie die Universität Michigan unter Berufung auf ihre monatliche Umfrage mitteilte. Ökonomen hingegen hatten mit einer Stagnation gerechnet.

Die Verbraucher schätzten laut vorläufigen Ergebnissen ihre aktuelle Lage schlechter ein als zuletzt. Auch ihre Erwartungen für die kommenden Monate sanken deutlich. Sie erwarten mit Blick auf die kommenden zwölf Monate eine Verteuerung von Waren und Dienstleistungen in Höhe von 4,6 Prozent.

Die Inflation in den USA ist wie in vielen anderen Regionen der Welt zuletzt kräftig gestiegen - etwa wegen Lieferengpässen und als Folge der Corona-Krise. Waren und Dienstleistungen kosteten im Juli erneut 5,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Einen ähnlich hohen Wert gab es zuletzt im August 2008.

Die US-Verbraucher sind enorm wichtig für die US-Wirtschaft. Rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts hängt vom Privatkonsum ab.

Quelle: ntv.de, law/rts

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