Sorge kurz vor der WMUS-Wirtschaft fürchtet Milliardenschaden durch Stopp internationaler Flüge

Die US-Regierung setzt noch immer viele liberal regierte Städte unter Druck. Beugen die sich nicht den Vorgaben zur Einwanderungspolitik, könnten Abfertigungen von Fracht und Passagieren an den Flughäfen entfallen, wird gedroht. Der dadurch entstehende Schaden ginge in die Milliarden.
Führende US-Fluggesellschaften und Wirtschaftsverbände haben vor Milliardenschäden und chaotischen Zuständen an US-Flughäfen gewarnt, sollte die US-Regierung die Abfertigung von internationalen Reisenden und Fracht an mehreren großen Flughäfen aussetzen. Heimatschutzminister Markwayne Mullin hatte am Donnerstag erklärt, die Regierung von US-Präsident Donald Trump könne die Abfertigung von internationalen Reisenden und Fracht am Flughafen Newark Liberty im Bundesstaat New Jersey einstellen.
Der Flughafen ist ein wichtiges Einfallstor für New York City. Grund sei, dass die örtliche Polizei die Beamten der Bundeseinwanderungsbehörde nicht unterstütze. Mullin hat wiederholt gedroht, er könne die Einwanderungsabfertigung auch an mehr als einem Dutzend anderer Flughäfen in sogenannten "Sanctuary Cities" (Zufluchtsstädten) für Immigranten einstellen, darunter Boston, Denver, Philadelphia, Chicago, Seattle, San Francisco und Los Angeles.
Ein Stopp aller internationalen Flüge an den Flughäfen der 18 "Sanctuary Cities" würde der Wirtschaft einen Schaden von mehr als 70 Milliarden Dollar zufügen und 68 Millionen internationale Passagiere pro Jahr betreffen, teilte der Verband U.S. Travel Association mit. Allein in Newark landen demnach täglich über 20.000 internationale Passagiere. Wenige Wochen vor der Fußball-Weltmeisterschaft wäre der Schaden für Amerikas Ruf als gastfreundliches Reiseziel erheblich, hieß es weiter. Das WM-Finale findet am 19. Juli in der Nähe des Flughafens Newark statt.
Auch der Import von Gütern wie Arzneimitteln und Halbleiterchips im Wert von Milliarden Dollar könnte gefährdet sein. Das Weiße Haus gab bisher keine Stellungnahme ab. Drei Führungskräfte von Fluggesellschaften sagten der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag jedoch, sie glaubten nicht, dass die Trump-Regierung die Beschränkungen unmittelbar umsetzen werde.