Wirtschaft

Oliven, Kaffee, Bier USA bereiten neue Zölle gegen EU vor

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Die erhöhten Zölle könnten Ende Juli in Kraft treten.

(Foto: imago images/Shotshop)

Der Zollstreit über staatliche Hilfen für Flugzeugbauer Airbus und Konkurrent Boeing nimmt erneut Fahrt auf. Die USA wollen höhere Grenzabgaben für zahlreiche EU-Produkte erheben. Davon wären auch Hersteller in Deutschland betroffen.

Im Streit zwischen der EU und den USA um Staatshilfen für die Flugzeugindustrie erwägt Washington weitere Strafzölle auf Produkte aus Europa. Davon betroffen wären Waren im Wert von 3,1 Milliarden Dollar (rund 2,75 Milliarden Euro), wie aus einer vom Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer veröffentlichten Auflistung hervorgeht.

Auf der Liste enthalten sind Produkte aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Aufgezählt werden unter anderem Oliven, entkoffeinierter Kaffee, Bier, Gin, Werkzeuge und Lastkraftwagen. Zudem sollen höhere Zölle für Flugzeuge, Käse und Joghurt gelten. Die Maßnahmen sollen jedoch nicht vor dem 26. Juli in Kraft treten.

Hintergrund ist ein seit mehr als 15 Jahren vor der WTO ausgetragener Streit über staatliche Hilfen für Airbus wie auch für den US-Rivalen Boeing in Milliardenhöhe, die die WTO jeweils für unzulässig erklärt hat. Den USA hatte die WTO im vergangenen Jahr grünes Licht für milliardenschwere Strafzölle auf Flugzeuge und andere EU-Importe wie Wein und Käse gegeben. Über einen ähnlichen Beschluss für EU-Zölle auf US-Produkte wegen Subventionen für Boeing muss die WTO noch entscheiden.

Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU werden bereits durch von Washington verhängte Strafzölle auf Stahl und Aluminium belastet. Trump hat außerdem mit Importaufschlägen auf europäische Autos gedroht. Solche Abgaben würden besonders die deutschen Hersteller treffen.

Quelle: ntv.de, mba/AFP/rts