Wirtschaft

China kritisiert WTO-Entscheidung USA gewinnen Streit um Auto-Strafzölle

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USA müssen laut einer Entscheidung der WTO keine Strafzölle mehr für Fahrzeuge mit 2,5 Liter Hubraum oder mehr beszahlen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Entscheidung im Handelsstreit zwischen China und den USA ist gefallen: Die Welthandelsorganisation erklärt die USA zum Sieger. China gefällt das gar nicht - und meldet Vorbehalte an.

Im Handelsstreit mit China um Strafzölle auf Autos haben die USA vor der Welthandelsorganisation WTO einen Erfolg errungen. Chinas Handelsministerium bringt in einer Mitteilung jedoch Vorbehalte gegen die WTO-Entscheidung an. Diese sieht vor, dass Peking keine Strafzölle mehr auf aus den USA importierte Wagen mit einem Hubraum von 2,5 Litern oder mehr erheben darf.

Die Zölle waren jedoch bereits im Dezember 2013 ausgelaufen. Die USA begrüßten die Entscheidung aus Genf. Der US-Handelsbeauftragte Michael Froman sah sich in seiner Argumentation bestätigt, dass die bis zu 21,5 Prozent hohen Strafzölle aus Autos aus den USA den WTO-Regeln widersprechen. Der Kongressabgeordnete Sandy Levin bezeichnete es als lachhaft, dass ausgerechnet China den USA Dumping vorgeworfen habe.

Dumping oder nicht?

Das Handelsministerium in Peking argumentierte jedoch, dass die Strafzölle ursprünglich erhoben worden seien, weil die US-Regierung die heimische Autoindustrie massiv unterstützt habe. Die US-Autohersteller hätten daher ihre Fahrzeuge zu Dumpingpreisen auf dem chinesischen Markt verkaufen können.

Peking und Washington werfen sich seit Jahren gegenseitig Dumping vor. Die USA hatten zuvor chinesische Reifenimporte mit Strafzöllen belegt. Die WTO-Entscheidung hat jedoch keine direkten Auswirkungen. Peking hatte die Strafzölle zwischen zwei und 21,5 Prozent im Dezember 2011 mit einer Laufzeit von zwei Jahren eingeführt.

Die Zölle betrafen nach US-Angaben Ausfuhren in Höhe von rund fünf Milliarden US-Dollar. Die gesamten Autoexporte nach China beliefen sich demnach im vergangenen Jahr auf 8,5 Milliarden US-Dollar.

Quelle: ntv.de, hla/dpa