Wirtschaft

Handelsgespräche mit China USA sehen "beträchtliche Arbeit" vor sich

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US-Präsident Donald Trump empfing den Vizeministerpräsident von China, Liu He, in dieser Woche im Weißen Haus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Monaten überziehen sich die USA und China mit gegenseitigen Drohungen. Es geht um angeblich unfaire Handelspraktiken und Zölle als Retourkutschen. Langsam nähern sich die beiden bedeutenden Wirtschaftsnationen an - und die Mühe scheint sich zu lohnen.

Bei den jüngsten Handelsgesprächen mit chinesischen Vertretern in Washington sind nach Angaben der US-Regierung Fortschritte bei zahlreichen wichtigen Themen erzielt worden. Es liege jedoch noch "beträchtliche Arbeit" vor den Unterhändlern, um die verbliebenden Streitpunkte zu lösen, sagte Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders. Die amerikanischen und chinesischen Verhandlungsteams stünden dazu in ständigem Kontakt. Die Gespräche sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China könnte nach den Worten von US-Präsident Donald Trump bald beigelegt werden. "Wir haben die zwei schwierigsten Punkte sehr erfolgreich verhandelt", sagte Trump am Freitag vor seinem Abflug nach Kalifornien in Washington. Die Gespräche mit Vertretern Chinas am Mittwoch und Donnerstag in Washington seien "ein großer Erfolg" gewesen, sagte der Präsident.

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Die Gespräche seien weiter und tiefer gegangen, als jemals zuvor, berichtete darüber hinaus der Wirtschaftsberater Trumps, Larry Kudlow. "Die Aussichten für einen Deal sind gut." Es bestehe kein Zeitdruck, die Gespräche seien nicht von einem bestimmten Fahrplan bestimmt. Eigentlich hatten die USA eine Frist bis zum 1. März gesetzt, binnen derer China einlenken sollte, um weitere Sonderzölle zu vermeiden. Der Termin wurde zuletzt aber nach hinten geschoben. Die USA begründeten das mit einem positiven Verlauf der Gespräche.

Bereits am Donnerstag hatte Trump erklärt: "Wir stehen kurz davor, einen Deal zu machen." Allerdings sei ein Abkommen weiterhin nicht garantiert, bevor nicht alle Streitpunkte aus dem Weg geräumt seien. Innerhalb der nächsten rund vier Wochen "könnte etwas sehr Monumentales verkündet werden", sagte Trump.

Streit belastet Weltwirtschaft

Auch Chinas Präsident Xi Jinping sah die Handelsgespräche auf einem guten Weg. Es seien "substanzielle Fortschritte" gemacht worden, erklärte Xi Jinping laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in einer Nachricht, die von Liu He an Trump übermittelt wurde. Der chinesische Staatschef wünschte sich darin, dass die Verhandlungen über den Vertragstext so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Liu He ist der Chefunterhändler der chinesischen Delegation, die zu der jüngsten Gesprächsrunde nach Washington gereist war.

Der Zollstreit der beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt schwelt bereits seit Mitte 2018 und belastet auch die Weltwirtschaft. Die zwei Länder haben sich mit gegenseitigen Strafzöllen in Milliardenhöhe überzogen. Trump wirft China unter anderem unfaire Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums vor. Seit Monaten wird über eine Einigung verhandelt.

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Quelle: n-tv.de, fzö/rts/dpa

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