Wirtschaft

"Sklavenarbeit" nicht tolerieren USA stoppen Import von Uiguren-Baumwolle

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Experten schätzen, dass rund ein Fünftel der in die USA importierten Kleidungsstücke Garn aus der Uiguren-Region enthalten.

(Foto: imago images/Imaginechina-Tuchong)

Menschenrechtsorganisationen werfen China schon lange vor, die Minderheit der Uiguren brutal zu unterdrücken und einzusperren. Die USA wollen das nicht länger hinnehmen - sie stoppen den Import von Baumwolle aus der Region Xinjiang - ein Schritt hin zu einem vollständigen Importboykott der Region.

Wegen Verletzung der Menschenrechte stoppen die USA den Import von Baumwolle aus der chinesischen Region Xinjiang. Die "Sklavenarbeit" auf den Baumwollfeldern in der uigurischen Provinz werde nicht länger toleriert, sagte ein Vertreter der US-Regierung. Peking warf Washington vor, Falschnachrichten zu verbreiten.

"Die Menschenrechtsverletzungen, die unter der kommunistischen chinesischen Regierung begangen werden, werden von Präsident Trump und dem amerikanischen Volk nicht toleriert", sagte Ken Cuccinelli vom US-Heimatschutzministerium. Diejenigen, die Menschenrechte verletzten, auch US-Unternehmen, dürften nicht "unser System manipulieren" und "von Sklavenarbeit profitieren", sagte Cuccinelli weiter. Gemäß der neuen Regelung können US-Zoll- und Grenzschutzbehörden Baumwoll-Lieferungen aus Xinjiang festsetzen.

Die USA werfen China eine systematische und brutale Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in Xinjiang vor. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind in der Provinz mehr als eine Million Uiguren und andere Muslime in Haftlagern eingesperrt. Viele von ihnen müssten Zwangsarbeit leisten.

Peking reagierte verärgert auf die amerikanischen Vorwürfe. Washington verbreite "Falschnachrichten über sogenannte Zwangsarbeit", sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying. Die USA beabsichtigten, "relevante Unternehmen in China einzuschränken und zu unterdrücken und die Entwicklung Chinas zu bremsen".

Xinjiang ist eine globale Drehscheibe für den Verkauf von Baumwolle. Einer Studie zufolge wird geschätzt, dass rund ein Fünftel der in die USA importierten Kleidungsstücke zumindest etwas Garn aus der chinesischen Region enthalten. Das US-Repräsentantenhaus hatte im September fast einstimmig beschlossen, generell alle Importe aus Xinjiang zu verbieten, aber der Gesetzentwurf muss noch vom Senat verabschiedet werden.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

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