Wirtschaft

Noch "viele andere Instrumente" USA wollen Nord Stream 2 stärker bekämpfen

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Der Bau der Gasleitung durch die Ostsee hat bereits begonnen und soll Ende 2019 fertig sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schon länger attackieren die USA die Gasleitung Nord Stream 2. Der US-Botschafter in Brüssel verschärft nun den Ton. Der Präsident habe "viele, viele andere Instrumente zur Verfügung", um das Projekt zu untergraben. Mit US-Flüssiggas habe das nichts zu tun.

Die US-Regierung droht mit Zwangsmaßnahmen, um die Gasleitung Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland zu stoppen. "Wir haben noch nicht alle Instrumente eingesetzt, die das Projekt ernsthaft untergraben oder stoppen könnten", sagte der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, in Brüssel. Noch hoffe Washington darauf, dass "die Opposition gegen das Projekt organisch wirkt".

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Europa dürfe sich nicht einseitig von russischem Gas abhängig machen. "Wenn diese Philosophie nicht angenommen wird und Nord Stream weitergeht, dann hat der Präsident viele, viele andere Instrumente zur Verfügung - ich will jetzt nicht alle aufzählen -, um zu versuchen, das Projekt einzudämmen und zu stoppen", sagte Sondland.

Er bestritt, dass dahinter das Interesse der USA stehe, selbst Flüssiggas in Europa zu verkaufen. Die Abhängigkeit vom russischen Gas für Europa sei geopolitisch falsch. "Wir wollen nicht, dass jemandem mitten im Winter das Gas abgedreht wird, wenn eine politische Krise ausbricht", sagte Sondland. Wäre Europas Energieversorgung verletzlich, träfe dies auch die USA. "So stark ist die transatlantische Beziehung: Wir sind wie siamesische Zwillinge."

Der Düsseldorfer Energieversorger Uniper rechnet derweil selbst im Falle von US-Sanktionen nicht mit Einbußen. Finanzvorstand Christopher Delbrück begründete dies in einer Telefonkonferenz mit Journalisten damit, dass Russland bei US-Strafmaßnahmen eine Anschlussfinanzierung zugesagt hat. Die bislang von Uniper als Kredit bereitgestellte Summe von 500 Millionen Euro stehe nicht im Feuer, sagte Delbrück.

Widerstand aus Osteuropa

Abschreibungen erwartet er deshalb nicht. "Davon gehen wir aus", erklärte der CFO. Aus Deutschland stellt neben Uniper auch die BASF-Tochter Wintershall Fremdkapital für das Projekt zur Verfügung. Beide Unternehmen wollen jeweils 950 Millionen Euro geben. Hinzu kommen noch andere europäische Energiekonzerne.

Hauptfinancier und späterer Lieferant des Gases ist der russische Energieriese Gazprom. In Osteuropa stößt die Röhre aus Angst vor russischer Dominanz auf Widerstand. Der Bau der Gasleitung durch die Ostsee hat bereits begonnen und soll Ende 2019 fertig sein. Trump hatte bereits im Sommer massiv dagegen protestiert. Deutschland unterstützt das Projekt. Die EU-Kommission und mehrere EU-Staaten sehen es kritisch.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa/DJ

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