Wirtschaft

Biden will Markt beruhigen USA zapfen strategische Ölreserven an

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Die USA sitzen auf den weltweit größten Ölreserven.

(Foto: picture alliance / dpa)

"Die Verbraucher erleiden Qualen an der Zapfsäule", diagnostiziert US-Präsident Biden. Er ordnet die Freigabe von Millionen Barrel Öl aus den Notreserven an, um den rasanten Preisanstieg abzufedern. Dabei handelt es sich offenbar um eine international abgestimmte Aktion.

Angesichts rasant gestiegener Energiepreise hat US-Präsident Joe Biden die Freigabe von 50 Millionen Barrel Öl aus der strategischen Reserve angeordnet. Ein Barrel sind 159 Liter. Weitere Maßnahmen seien nicht ausgeschlossen, sagte ein Regierungsvertreter. Nach Angaben des Präsidialamtes gibt es ebenfalls Ankündigungen dazu aus China, Indien, Japan, Südkorea und Großbritannien.

Länder auf der ganzen Welt hätten im Zuge der Pandemie damit zu kämpfen, dass die Nachfrage der Verbraucher nach Gütern das Angebot übersteige. Ziel sei es nun, die Preise für die Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA zu senken und das Missverhältnis zwischen der Nachfrage und dem Angebot auszugleichen. "Wie der Präsident sagte: Die Verbraucher erleiden gerade Qualen an der Zapfsäule", erklärte der Regierungsvertreter.

"Der Präsident hat mit Ländern in der ganzen Welt zusammengearbeitet, um den Versorgungsmangel nach der Pandemie zu beheben", teilte das Präsidialamt mit. Die USA sitzen auf der weltweit größten Notreserve. Biden steht angesichts der vergleichsweise hohen Inflation und sinkender Zustimmungswerte in der Bevölkerung unter Druck.

Nach dieser Ankündigung sank der Preis für amerikanisches WTI-Öl um 0,2 Prozent auf 76,31 Dollar. Brent verteuerte sich dagegen um 0,3 Prozent auf 79,82 Dollar.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa/AFP

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