Wirtschaft

Frisches Geld nötig UniCredit wird umgekrempelt

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Neuer "Fußabdruck"

(Foto: imago/Independent Photo Agency)

Der italienische Bankensektor kriselt. Das größte Geldinstitut des Landes, UniCredit, will gegen Jahresende mit einem neuen Geschäftsplan aufwarten. Bankchef Mustier bereitet die Aktionäre auf eine Kapitalerhöhung vor.

Der neue UniCredit-Chef Jean-Pierre Mustier will noch in diesem Jahr Pläne zum Umbau der Bank präsentieren. Er werde den neuen Geschäftsplan wohl im vierten Quartal vorlegen, sagte der Investmentbanker der Zeitung "Il Sole Ore 24".

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Dabei werde es möglicherweise um einen neuen "Fußabdruck" der italienischen Großbank gehen. Die europäische Identität des Geldhauses mit individuellen Banken in vielen Märkten werde aber wohl beibehalten. Auf die Frage, ob die Bank bei ihren Aktionären frisches Geld einsammeln müsse, sagte er, UniCredit bereite eine Reihe von Maßnahmen zur Stärkung des Kapitals vor.

UniCredit-Verwaltungsratschef Giuseppe Vita hatte bereits am Donnerstag gesagt, die Bank komme um eine Finanzspritze nicht herum. "Wir müssen uns mit einer Kapitalerhöhung beschäftigen, weil ich nicht glaube, dass die Europäische Zentralbank sich mit dem zufriedengeben wird, was wir gemacht haben."

Damit räumte die größte Bank des Landes erstmals ein, dass sie frisches Geld braucht. Analysten schätzen den Kapitalbedarf der Muttergesellschaft der Münchner HypoVereinsbank auf bis zu zehn Milliarden Euro.

Analysten schätzen den Kapitalbedarf der Muttergesellschaft der Münchner HypoVereinsbank (HVB) auf bis zu zehn Milliarden Euro. Eine Kapitalerhöhung in dieser Größenordnung würde die Altaktionäre - darunter mehrere einflussreiche italienische Stiftungen - aber deutlich verwässern. UniCredit ist an der Börse nur noch zwölf Milliarden Euro wert.

Quelle: ntv.de, wne/rts

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