Wirtschaft

"Probleme im Winter"Uniper-Chef warnt vor zu niedrigen Füllständen der Gasspeicher

28.05.2026, 17:59 Uhr
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Michael Lewis, Vorstandsvorsitzender von Uniper, plädiert für das in Frankreich praktizierte Regulierungsmodell. (Foto: picture alliance/dpa)

Durch die steigenden Gaspreise infolge des Iran-Kriegs lohnt es sich für viele Anbieter nicht, ihre Speicher zu füllen. Während das Wirtschaftsministerium beschwichtigt, warnt Uniper-Chef Michael Lewis vor zu langsam steigenden Gasspeicher-Füllständen.

Der Energiekonzern Uniper hat mit Blick auf den Winter mehr Tempo beim Befüllen der Gasspeicher gefordert. "Die Füllstände steigen nun seit März, aber es geht trotzdem viel zu langsam", kritisierte Vorstandschef Michael Lewis in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Falls wir die Gasspeicher nicht rasch füllen, bekommen wir ein Problem im nächsten Winter."

Uniper betreibt selbst Gasspeicher. Der Konzern hat bei der Bundesnetzagentur die Stilllegung des Erdgasspeichers im bayerischen Breitbrunn beantragt, da er sich wirtschaftlich nicht mehr rechnet. Nach Zahlen von Gas Infrastructure Europe sind die Gasspeicher hierzulande derzeit zu 30,64 Prozent gefüllt. Vor einem Jahr lag der Wert bei 38,65 Prozent. Die Preise sind im Zuge des Irankriegs deutlich gestiegen, wodurch eine Lagerung weniger attraktiv ist.

Lewis plädierte mittelfristig für das in Frankreich praktizierte Regulierungsmodell, in dem bestimmte Preise vom Regulierer garantiert werden. Das österreichische Modell einer strategischen Gasreserve halte er nur für die zweitbeste Option für Deutschland.

Die Füllung der Gasspeicher sei eine Marktaufgabe, hatte das Bundeswirtschaftsministerium am Vortag betont. Diese Aufgabe funktioniere auch. "Die meisten Einspeicherungen beginnen für die Wintermonate eh erst in den Sommermonaten, sogar im September erst", sagte eine Sprecherin. "Wir sind also noch auf jeden Fall auf der Zielgeraden." Es habe auch in den vergangenen Wintern keine Engpässe gegeben.

Quelle: ntv.de, mwa/rts

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