Wirtschaft

Ex-Porsche-Betriebsrat Uwe Hück tritt doch für die SPD an

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Der ehemalige Porsche-Gesamtbetriebsratschef Hück (l) und der SPD-Landesvorsitzende Stoch.

dpa

Ursprünglich will der ehemalige Porsche-Betriebsratchef Hück mit einer eigenen Liste bei den Gemeinderatswahlen in Pforzheim antreten. Angeblich hat kein Geringerer als der Ex-SPD-Chef Gabriel ihn davon noch abhalten können. Jetzt tritt 56-Jährige als Spitzenkandidat für die Sozialdemokraten an.

Der scheidende Betriebsratschef des Sportwagenherstellers Porsche, Uwe Hück, ist Spitzenkandidat der Pforzheimer SPD für die Gemeinderatswahl. Er wurde auf Platz eins der SPD-Liste gewählt, wie der Landesverband Baden-Württemberg mitteilte. Für Hück stimmten demnach 41 von 46 anwesenden Kreisdelegierten. In Baden-Württemberg finden am 26. Mai Kommunalwahlen statt.

Der SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch nannte die Nominierung Hücks "ein starkes Aufbruchsignal - für Pforzheim und die SPD". Seit August 2017 steht CDU-Oberbürgermeister Peter Boch an der Spitze der 125.000-Einwohner-Stadt, er hatte sich gegen den vorherigen SPD-Amtsinhaber Gert Hager durchgesetzt.

Hück hatte ursprünglich erwogen, mit einer eigenen Liste bei den Gemeinderatswahlen in Pforzheim anzutreten. Dann hätte er mit einem SPD-Parteiausschlussverfahren rechnen müssen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, soll sich auch der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel dafür eingesetzt haben, Hück weiter an die SPD zu binden.

Soziales Engagement

Porsche hatte am vergangenen Montag mitgeteilt, dass Hück seine Ämter bei dem Sportwagenhersteller niederlegt. Der 56-Jährige wolle sich künftig "auf sein soziales Engagement, seine Stiftung und seine Kinder konzentrieren sowie sich verstärkt in der Politik engagieren". 2013 gründete Hück in Pforzheim seine eigene Stiftung, die "Lernstiftung Hück". Sie unterstützt eigenen Angaben zufolge benachteiligte Jugendliche aus der Region durch Ausbildungs-, Lern- und Integrationsprojekte.

Der gelernte Lackierer und zweimalige Europameister im Thaiboxen arbeitete seit knapp 35 Jahren bei Porsche und gehörte seit 1990 dem Betriebsrat an. 2002 wurde er zum Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats gewählt, 2010 zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. In diese Zeit fiel die gescheiterte Übernahme von Volkswagen durch Porsche, an deren Ende Porsche stattdessen eine VW-Tochter wurde.

Quelle: n-tv.de, jki/AFP

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