Wirtschaft

Autoland Deutschland VW-Chef Diess fordert Hilfen für Autobranche

Die Abwrackprämie hilft 2009 der Autoindustrie durch die Finanzkrise. Nun werden erneut Forderungen nach staatlicher Unterstützung für die Branche laut. VW-Chef Diess spricht sich etwa für ein Auto-"Konjunkturprogramm" aus.

Volkswagen fordert staatliche Investitionen zugunsten der Autoindustrie. "Wir brauchen dringend ein Konjunkturprogramm für die Autoindustrie", sagte Konzernchef Herbert Diess der ARD. Deutschland sei ein Autoland und das Auto die "wahrscheinlich beste Möglichkeit, die Wirtschaft hierzulande anzukurbeln". Diess erklärte, der große Effekt liege vor allem daran, dass eine "Bestellkette losgeht, sobald der Kunde in den Handelsbetrieb kommt." Das sichere Arbeitsplätze beim Handel, beim Hersteller und beim Zulieferer.

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Diess sagte, VW wolle die Krise ohne Staatshilfen überstehen: "Wir kommen zunächst ohne Staatshilfen aus." Es müsse in solch einer Krise aber erlaubt sein, Kurzarbeitergeld zu beanspruchen. Die Produktion bei VW solle in den nächsten Wochen wieder hochgefahren werden. Es gebe Zusagen auch aus Italien, dass selbst kritische Zulieferungen funktionieren werden.

Andere Branchen wie die Gastronomie oder der Tourismus seien derzeit vielleicht stärker betroffen, sagte er VW-Chef. "Das Auto hat aber einen größeren Effekt." Die Senkung der Mehrwertsteuer, um dem Konsum Impulse zu verleihen, sah Diess kritisch: "Das ist eine relativ teure Maßnahme. Die Senkung der Mehrwertsteuer um ein Prozent kostet zehn oder elf Milliarden Euro."

Quelle: ntv.de, bad/rts