Wirtschaft

Traton kurz vor Aktien-Debüt VW-Tochter plant Börsengang vor Ostern

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Traton gehört mit den Marken MAN und Scania zu den weltweit führenden Nutzfahrzeugherstellern.

(Foto: REUTERS)

Volkswagen bleibt vom drohenden chaotischen Brexit scheinbar unbeeindruckt. Die Wolfsburger wollen ihre Lkw-Sparte Traton laut Medienbericht noch im Frühjahr an die Börse bringen - mit einem Wert von etwa 25 Milliarden Euro.

Volkswagen will sich Insidern zufolge bei den milliardenschweren Börsenplänen für seine Nutzfahrzeug-Tochter Traton von den wackligen Märkten nicht stören lassen. Der Lkw-Bauer mit den Marken MAN und Scania peile sein Börsendebüt noch vor Ostern (21. April) an, sagten zwei Insider.

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Derzeit sei ein Doppel-Listing in Frankfurt und Stockholm angedacht. Damit wolle Traton mehr Investoren aus der schwedischen Heimat von Scania locken, darunter auch Privatanleger, um nicht zu stark auf kurzfristig orientierte Käufer wie Hedgefonds angewiesen sein. Auch ein Ankerinvestor sei denkbar, der im Vorhinein die Abnahme einer größeren Zahl von Aktien garantiere.

"Wir wollen der profitabelste Hersteller sein und Zugang zu allen Gewinntöpfen weltweit haben - und zwar auf eine clevere Art und Weise", sagte Traton-Chef Andreas Renschler. Schlüssel dazu seien die Partnerschaften mit Rivalen in China (Sinotruk), den USA (Navistar) und in Japan (Hino Motors). Über einen Konjunkturzyklus hinweg wolle der Lkw-Bauer eine Umsatzrendite von neun Prozent erwirtschaften. Zum Zeitplan des Börsengangs äußerte sich Renschler nicht.

VW will 20 bis 25 Prozent der Anteile abgeben

VW wollte Traton bis zum Jahreswechsel börsenreif machen, hat sich bisher aber nicht auf einen Termin festgelegt. Volkswagen hatte Vertreter von Banken nach London eingeladen, um ihnen die nötigen Informationen an die Hand zu geben, die sie für ihre Analysen zur Bewertung von Traton brauchen. Diese sollten Mitte März fertig sein. Anschließend würde der Lkw-Bauer den Insidern zufolge offiziell den Startschuss für die Emission geben.

Organisiert wird der Börsengang von den Investmentbanken Citi, Deutsche Bank, Goldman Sachs und JP Morgan. Banker hatten zuletzt in Frage gestellt, ob angesichts von Unsicherheiten rund um den Brexit und die weltweiten Handelsstreitigkeiten im ersten Halbjahr überhaupt ein Börsengang möglich wäre. Das sei derzeit aber bei Traton kein Thema, sagte einer der Insider.

Für die Münchner Traton SE, die als Dachgesellschaft für die beiden Lkw-Hersteller fungiert, peilt VW laut eines Insiders einen Börsenwert von rund 25 Milliarden Euro an. Etwa 20 bis 25 Prozent der Anteile wolle Volkswagen abgeben, so dass die Emission ein Volumen von fünf bis sechs Milliarden Euro erreichen könnte. Traton-Chef Renschler hatte zuletzt von mehr als sechs Milliarden Euro gesprochen.

Quelle: n-tv.de, hny/rts

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