Wirtschaft

Entschädigungen im Dieselskandal VW erleidet Niederlage vor britischem Gericht

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Volkswagen hat bei vielen Kunden in Großbritannien Vertrauen verspielt.

(Foto: picture alliance / Andy Rain/epa)

Die Folgen des Dieselskandals sind auch Jahre nach Bekanntwerden der Motorenmanipulation für Volkswagen nicht ausgestanden. In Großbritannien muss der Autobauer mit empfindlichen Entschädigungszahlungen rechnen. Der Konzern erwägt rechtliche Schritte.

Rund 91.000 Kunden von Volkswagen in Großbritannien haben ein Anrecht auf Entschädigung. Das entschied ein Gericht in London. Der High Court sieht es als erwiesen an, dass VW eine illegale Software in Fahrzeuge einbaute, die in Großbritannien verkauft wurden, um den Schadstoffausstoß bei Emissionstests zu drücken. Wie hoch die Entschädigung ausfallen wird, muss die Justiz in einem gesonderten Verfahren entscheiden.

Volkswagen reagierte "enttäuscht". Der Konzern erwäge, in Berufung zu gehen, teilte VW mit. VW hatte im September 2015 zugegeben, in weltweit elf Millionen Fahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben.

In Deutschland bietet der Konzern mittlerweile rund 260.000 Dieselkunden einen Vergleich an; sie sollen Einmalzahlungen zwischen 1350 und 6257 Euro erhalten. In Zusammenhang mit dem Dieselskandal zahlte Volkswagen bereits mehr als 30 Milliarden Euro an Strafen und Entschädigungen, vor allem in den USA.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP

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