Wirtschaft

74 Prozent ohne Ausbildung Viele Flüchtlinge nur für Hilfsjobs geeignet

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Die Industrie- und Handelskammer in Schwerin hat vergangene Woche ihre erste Ausbildungsmesse für Flüchtlinge veranstaltet.

(Foto: dpa)

Die Zahl der Asylsuchenden geht dieses Jahr im Vergleich zum letzten stark zurück. Für den Arbeitsmarkt könnten die Menschen dennoch zur Belastung werden: Viele haben nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit wohl nur schlechte Jobaussichten.

Das Bildungsniveau der Flüchtlinge in Deutschland ist anscheinend geringer als erhofft. Nach Angaben der "Bild"-Zeitung kommt die Bundesagentur für Arbeit in ihrer jüngsten Einschätzung zu dem Ergebnis, dass sich bis Ende Juni 297.000 Flüchtlinge als arbeitssuchend gemeldet haben - fast 74 Prozent von ihnen hätten allerdings keine Berufsausbildung. Lediglich 25,8 Prozent hätten demnach Abitur; 36,8 Prozent hätten gar keinen oder nur einen Hauptschulabschluss.

Weiterhin kommt für knapp 58 Prozent der Gemeldeten nach diesem Bericht nur eine Hilfstätigkeit in Frage; lediglich 4 Prozent seien für Expertentätigkeiten geeignet.

Eine Anfang Juli veröffentlichte Erhebung hatte bereits ergeben, dass Deutschlands größte Konzerne bislang kaum Flüchtlinge eingestellt haben. Die 30 größten Unternehmen im Deutschen Aktienindex (Dax) hatten gegenüber der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" angegeben, nur 54 Flüchtlinge zu beschäftigen. In dieser Umfrage waren allerdings Mittelstand und kleinere Unternehmen nicht erfasst.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP/rts

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