Wirtschaft

Kassenbeiträge für Mitarbeiter Viele Unternehmen beantragen Stundung

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Angeschlagene Unternehmen müssen bei den Krankenkassen um Stundung der Beiträge für ihre Angestellten bitten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Durch die Corona-Krise hat sich bei der Techniker Krankenkasse die Zahl der Stundungsanträge von Unternehmen um das 60-fache erhöht. TK-Vorstandschef Baas rechnet wegen der Pandemie mit einer deutlichen Erhöhung der Beitragssätze.

Wegen der Wirtschaftskrise in der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen offenbar Probleme, für ihre Beschäftigten die fälligen Beiträge an die Krankenkassen abzuführen. Allein bei der Techniker Krankenkasse habe sich die Zahl der Stundungsanträge um das 60-fache erhöht, sagte TK-Vorstandschef Jens Baas den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Auch die Zahl der Anträge auf Ratenzahlung ist 100 Mal so hoch wie vorher", so Baas. Das sei ein dramatischer Anstieg im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre. Die Anträge kämen etwa von wirtschaftlich angeschlagenen Arbeitgebern. Die TK zählt rund 10 Millionen Versicherte bundesweit und ist damit die größte Krankenkasse in Deutschland.

Baas rechnet wegen der Pandemie mit einer deutlichen Erhöhung der Beitragssätze. "Die Beiträge werden in den kommenden Jahren erheblich steigen", sagte er. Die aktuell geplante Erhöhung um durchschnittlich 0,2 Prozent werde das aktuelle Finanzproblem der Kassen "vielleicht aufschieben, aber nicht lösen". Auch könnten die gesetzlichen Krankenversicherungen ihre Rücklagen nur einmal abbauen, "dann sind sie weg".

Laut Baas entstehen den Kassen in der derzeitigen Pandemie hohe Ausgaben "durch die Schutzmaßnahmen, die die gesetzliche Krankenversicherung finanziert, wie den Aufbau von Intensivbetten oder den Kauf von Schutzausrüstung". Die Behandlung von Corona-Patienten falle hingegen finanziell kaum ins Gewicht.

Quelle: ntv.de, hvo/dpa