Wirtschaft

Umweltschonender Heizungsbau Viessmann wirbt um junge Klimaschützer

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Traditionelles Familienunternehmen: Die Firma Viessmann wurde 1917 gegründet.

(Foto: imago images/Waldmüller)

Bis 2050 will Viessmann klimaneutral arbeiten. Dafür braucht der Heizungsbauer dringend neue Fachkräfte, aber die sind rar. Im ntv-Podcast "So techt Deutschland" appelliert der gleichnamige Co-Chef an junge Klimaschützer, sich den "besten und unmittelbarsten Hebel" im Klimakampf anzuschauen.

Seit vier Jahren ist Max Viessmann Co-CEO im eigenen Familienunternehmen. Er leitet den gleichnamigen Heizungsbauer zusammen mit seinem Vater und ist für die Digitalisierung, also für die Zukunft, verantwortlich. "Wie verändert sich eigentlich die Kundenerfahrung und die Angebote, die man schaffen kann", berichtet er im ntv-Podcast "So techt Deutschland" von seinen damaligen Gedanken, aus denen inzwischen neue Geschäftsmodelle entstanden sind.

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Max Viessmann hofft, dass bald junge Klimaschützer für ihn arbeiten.

(Foto: viessmann)

Eines davon ist "Heating as a Service". Die Heizung wird nicht länger gekauft, die Kunden mieten sie einfach - Wartung und Energiebereitstellung inklusive. "Da muss ich nicht Jahre bei der Boston Consulting Group verbracht haben, um auf die Idee zu kommen", sagt der ehemalige Unternehmensberater über seine Idee.

Veränderungen, die sich auch im Miteinander niederschlagen. Das sei wie bei anderen Familienunternehmen "sehr persönlich", sagt Viessmann. Die Belegschaft könne ihm jederzeit Nachrichten schreiben - "auf LinkedIn, Whatsapp oder als SMS". Die Antworten gibt's vom Chef persönlich, auch wenn es mittlerweile mehr sind als gedacht.

Klimaneutral bis 2050

So techt Deutschland

In "So techt Deutschland" haken die ntv-Moderatoren Frauke Holzmeier und Andreas Laukat bei Gründern, Investoren, Politikern und Unternehmern nach, wie es um den Technologie-Standort Deutschland bestellt ist. Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, bei Audio Now, Apple Podcasts, und Spotify. Auch bei Amazon Music und Google Podcast werden Sie fündig.

Denn Viessmann ist viel unterwegs, eine seiner letzten Stationen war die Weltklimakonferenz in Glasgow. Nicht ohne Grund. "Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, dass 40 Prozent der weltweiten CO2-Ausstöße auf Gebäude zurückgeführt werden können", macht Viessmann deutlich. Heizen und Kühlen spielten dabei eine große Rolle. Jeder der 13.000 Mitarbeitenden bei Viessmann stelle sich dieser Verantwortung. In Zukunft sollen beispielsweise alle Produkte zum Heizen und Kühlen mit Wasserstoff oder grünen Gasen auskommen. Das Unternehmen selbst will bis 2050 klimaneutral arbeiten.

Dafür braucht es aber Fachkräfte, und an denen mangelt es in Deutschland. "Ich kann jedem, der zu Schulzeiten als Teil von Fridays for Future auf die Straße gegangen ist, nur empfehlen, sich anzuschauen, inwieweit das Handwerk ein zukunftsfähiger Beruf für sie oder ihn ist", wirbt Viessmann um neue Köpfe. Denn das Handwerk "sei der beste und unmittelbarste Hebel, um einen Einfluss auf die Klimaentwicklung in der Zukunft zu haben".

Warum er für mehr offene Worte und Klarheit im Klimaschutz ist und wie schwierig die Suche nach Fachkräften ist - das erzählt Max Viessmann in der neuen Folge von "So techt Deutschland".

Quelle: ntv.de

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