Wirtschaft

Verschmelzung im Taunus Volksbank und Sparkasse fusionieren Filialen

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"Finanzpunkt" soll der Zusammenschluss heißen. Die einzelnen Logos von Volksbank und Sparkasse sollen künftig nicht mehr auf den gemeinsamen Filialen im Taunus zu sehen sein.

(Foto: picture alliance / Wolf Dewitz/d)

Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte online. Ein großes Filialnetz mit entsprechend vielen Mitarbeitern ist für die Banken teuer - besonders für viele ältere Menschen aber nach wie vor wichtig. Zum ersten Mal tun sich jetzt zwei konkurrierende deutsche Banken zusammen.

Zum ersten Mal in Deutschland legen eine Sparkasse und eine konkurrierende Volksbank ihre Filialen im großen Stil zusammen. Rund 50 Zweigstellen der Taunus-Sparkasse und der Frankfurter Volksbank im Speckgürtel der Finanzmetropole sollen künftig unter dem Namen "Finanzpunkt" gemeinsam betrieben werden, wie die beiden Institute bestätigten.

Die Logos von Sparkasse und Volksbank an den Zweigstellen verschwinden. Die "Finanzpunkte" werden an vier Tagen pro Woche wechselweise von Mitarbeitern der Sparkasse und der Volksbank bedient. Die Geldautomaten können von Kunden beider Institute genutzt werden, berichtete die "Welt am Sonntag".

In die Um­gestaltung der Filialen wollen die Banken fünf Millionen Euro investieren. Von der Zusammenlegung erhoffen sie sich jeweils Einsparungen in einstelliger Millionenhöhe, weil Filialen geschlossen und weniger Mitarbeiter gebraucht werden.

Immer weniger Bankkunden in Deutschland nutzen Filialen, doch wollen vor allem ältere nicht ganz auf eine persönliche Anlaufstelle verzichten.

Gemeinsame Filialen bisher nur auf dem Land

Die Commerzbank, die mit rund 1000 Filialen eines der dichtesten Netze in Deutschland betreibt und stets für dessen Sinnhaftigkeit plädiert hatte, erwägt laut Insidern eine Ausdünnung. Die Taunus-Sparkasse und die Frankfurter Volksbank wollen sich zu ihren Plänen am 3. September genauer äußern.

Die Taunus-Sparkasse betreibt bisher nach eigenen Angaben 45 Zweigstellen in den Kreisen Main-Taunus und Hochtaunus, die im Umland der Finanzmetropole Frankfurt liegen und zu den reichsten Regionen Deutschlands gehören. Die Frankfurter Volksbank deckt neben der Stadt auch nahezu die gesamte Region ab; sie ist die zweitgrößte Volksbank in Deutschland.

Ganz neu sind gemeinsame Filialen und Geldautomaten von Genossenschaftsbanken und Sparkassen nicht. Bisher gibt es sie aber nur an einzelnen Standorten vor allem in ländlichen und schwach besiedelten Gegenden, in denen sie sonst aufgegeben werden müssten.

Quelle: n-tv.de, cpf/rts

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