Wirtschaft

Zehntausende Pkw nicht gebaut Volkswagen rechnet mit langer Chipkrise

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Volkswagen lieferte im ersten Halbjahr weltweit rund fünf Millionen Autos aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Europas größter Autobauer Volkswagen meldet glänzende Halbjahreszahlen und schraubt die Jahresziele höher. Ohne den andauernden Engpass bei Halbleitern würde die Erholung in Wolfsburg sogar noch kräftiger ausfallen.

Volkswagen hebt nach einem Rekordgewinn im ersten Halbjahr den Ausblick für 2021 an. Angesichts des andauernden Chipmangels dämpfte Europas größter Autobauer aber die Erwartungen für die Auslieferungen. Volkswagen geht aber immer noch von einem "spürbaren" Anstieg zum Vorjahr aus. Bisher war ein "deutliches" Plus in Aussicht gestellt worden. Im ersten Halbjahr brachte der Konzern weltweit knapp fünf Millionen Fahrzeuge zu den Kunden, rund 28 Prozent mehr als im schwachen Vorjahreszeitraum.

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"Wir halten das Tempo weiter hoch, sowohl operativ als auch strategisch", erklärte Konzernchef Herbert Diess. Das Ergebnis des ersten Halbjahres sei ein klarer Beleg dafür. Besonders das Premiumgeschäft sei mit zweistelligen Renditen sehr gut gelaufen, ebenso die Finanzierungssparte Financial Services. Für das Gesamtjahr hob der Konzern die Renditespanne um je einen halben Punkt an.

Wie es weiter hieß, gewinne die Elektro-Offensive zunehmend an Dynamik. Das Betriebsergebnis lag nach sechs Monaten bei 11,4 Milliarden Euro und damit über dem bisherigen Rekord im gleichen Zeitraum des Vorkrisenjahres 2019 von knapp zehn Milliarden. In der ersten Jahreshälfte 2020 hatte Volkswagen vor Sondereinflüssen einen operativen Verlust von 800 Millionen Euro verbucht, weil europaweit Fabriken und der Autohandel wegen der Pandemie stillstanden und der Fahrzeugabsatz einbrach.

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Volkswagen hatte vor Veröffentlichung der Zahlen erklärt, die Beeinträchtigungen durch den Engpass bei elektronischen Bauteilen hätten sich verschoben und würden eher in der zweiten Jahreshälfte zu Beeinträchtigungen führen. Die Taskforce, die Volkswagen eingerichtet hat, rechnet damit, dass sich der Engpass bei Halbleitern bis Ende nächsten Jahres hinziehen dürfte. Im ersten Halbjahr konnte Volkswagen bereits eine hohe sechsstellige Zahl an Fahrzeugen nicht produzieren.

Derweil sind die Wolfsburger beim Wandel zu einem Mobilitätskonzern einen Schritt weitergekommen: Am Vortag hatte sich ein Konsortium unter Führung von Volkswagen mit den Eignern des Autovermieters Europcar auf den Preis für eine Übernahme des französischen Unternehmens geeinigt.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

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