Wirtschaft

Nahverkehr, Kitas, Müllabfuhr Warnstreikwelle trifft weitere Städte

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In Mainz blieben Busse stehen.

(Foto: dpa)

Die Warnstreikwoche im öffentlichen Dienst geht weiter: Betroffen sind nun Städte wie Hamm, Mainz und München. Dort liegt der Nahverkehr lahm, Kindergärten bleiben geschlossen. Auch im Saarland macht sich der Ausstand bemerkbar.

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben erneut den Nahverkehr in einigen deutschen Städten lahmgelegt. Betroffen sind etwa Hamm in Nordrhein-Westfalen und Mainz. Viele Pendler mussten sich Alternativen für den Weg zur Arbeit suchen. Mittlerweile sei eine Notfallplanung eingerichtet, sagte ein Sprecher der Mainzer Verkehrsgesellschaft. Mitarbeiter, die nicht streiken, sollten "in unregelmäßigen Abständen" fahren. Im Laufe des Vormittags sollen dann auch die ersten Straßenbahnen wieder fahren.

In München wurden die Stadtverwaltung und Stadtwerke bestreikt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sollten Mülltonnen nicht geleert werden. Gut die Hälfte der städtischen Kindertagesstätten blieb geschlossen, wie Verdi-Geschäftsführer Heinrich Birner sagte. Ämter und Bürgerbüros seien nicht betroffen. Die Gewerkschaft rechnet damit, dass sich bis zu 2000 Beschäftigte beteiligen.

Im Saarland blieben wegen des Ausstands etliche Kindertagesstätten geschlossen. In einigen Kommunen wurden auch Stadtwerke, Verwaltungen und die Müllabfuhr bestreikt. Laut Verdi stehen auch die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Rheinland-Pfalz im Fokus.

Bundesweit geht es während der Warnstreikwoche um 2,3 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen. Neben sechs Prozent mehr Lohn fordern die Gewerkschaften, dass die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Die Arbeitgeber lehnen den geforderten Mindestbetrag ab. Verdi will die Arbeitsniederlegungen nach eigenen Angaben auch nach Ostern fortsetzen. Das hätten die Planungen von Anfang an vorgesehen, sagte eine Sprecherin. Eine abschließende Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. April geplant.

Quelle: n-tv.de, fhe/dpa/AFP

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