Wirtschaft

Anfällig für Unsicherheiten Weltbank senkt Wachstumsprognosen

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Der Handelsstreit der beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China belastet laut Weltbank das globale Wirtschaftswachstum auch 2020.

(Foto: picture alliance/dpa)

Brexit, Handelsstreit, politische Spannungen in Südamerika und im Nahen Osten: Die Weltwirtschaft sieht sich einer Menge Störfaktoren gegenüber. Das dürfte auch im laufenden Jahr so bleiben. Die Weltbank reagiert bereits.

Die Weltbank hat ihre Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum für die Jahre 2019 und 2020 gesenkt. Für das vergangene Jahr kappte sie ihre Schätzung auf 2,4 Prozent, nachdem sie im Juni noch von 2,6 Prozent ausgegangen war. Das sei die schwächste Expansion seit der Finanzkrise vor einem Jahrzehnt.

Für das laufende Jahr rechnet die Weltbank nur noch mit einem Zuwachs um 2,5 Prozent statt wie zuvor 2,7 Prozent. Grund sei die schwächer als erwartete Erholung von Handel und Investitionen.

Handelsstreit belastet Weltwirtschaft

Das Jahr 2020 dürfte anfällig für Unsicherheiten und internationalen Spannungen beim Handel bleiben. Die USA und China hatten sich Mitte Dezember nach montagelangem Gezerre auf ein erstes Teilabkommen in ihrem seit Monaten schwelenden Handelsstreit geeinigt. Es soll am 15. Januar unterzeichnet werden.

Die Volkswirtschaften der Industrieländer dürften 2020 leicht an Schwung verlieren und nur noch um 1,4 Prozent zulegen nach geschätzten 1,6 Prozent 2019. Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer dagegen dürfte in diesem Jahr auf 4,1 Prozent von erwarteten 3,5 Prozent für 2019 steigen.

Quelle: ntv.de, bad/rts