Wirtschaft

Konsumlaune lässt nach Weltpolitik verunsichert Verbraucher

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Insgesamt bleibt die Konsumlaune laut GfK weiterhin "überaus hoch".

(Foto: imago/Ralph Peters)

Grundsätzlich sind die wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands exzellent. Doch der drohende Handelsstreit und der Syrienkrieg lassen die Verbraucher nicht kalt: Ihre Kauflaune lässt laut GfK angesichts der schwelenden Konfliktherde nach.

Die Konsumlaune der Deutschen hat sich im April leicht verschlechtert. Die zunehmend unsichere weltpolitische Lage scheine die Stimmung der Verbraucher zu beeinflussen, erklärten die Marktforscher der GfK in Nürnberg. Als Beispiele nannten sie den Handelskonflikt mit den USA und den Syrienkonflikt. Für Mai rechnet die GfK mit einem Rückgang des Konsumklimas um 0,1 Punkte auf 10,8 Punkte.

Der Konjunkturoptimismus der Verbraucher habe im April einen "Rückschlag erlitten", erklärten die Marktforscher. Die Zuspitzung der Syrienkrise und die protektionistische Handelspolitik der USA hätten die Verbraucher beunruhigt und könnten die bislang exzellenten wirtschaftlichen Aussichten Deutschlands beeinträchtigen. Verschärft werde die Entwicklung durch die starken Schwankungen an den Aktienmärkten.

Im "Sog" der negativeren Konjunkturaussichten sinken auch die von der GfK ermittelten Einkommenserwartungen der Verbraucher. Generell allerdings bleibe der "Einkommensoptimismus" erhalten - dafür sorgten gute Einkommenszuwächse bei den Arbeitnehmern und die anhaltend moderate Inflation.

An der Anschaffungsneigung der Verbraucher ändert laut GfK auch die politische Lage derzeit nichts. Der Index erreichte im April sein Vorjahresniveau. Insgesamt ist damit die Konsumlaune auch weiterhin "überaus hoch", wie die Marktforscher mitteilten. Die Verbraucher seien nach wie vor bereit, ihre Geldbeutel für Konsumausgaben zu öffnen.

Der Konsumklimaindex der GfK basiert auf monatlich rund 2000 Verbraucherbefragungen. Das Konsumklima bezieht sich dabei auf die gesamten privaten Konsumausgaben - nicht nur im Einzelhandel, sondern auch für Dienstleistungen, Reisen, Miete, Gesundheit und Wellness.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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