Wirtschaft

Kosten steigen weiter Yahoo erkauft sich sein Umsatzplus teuer

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Yahoo-Cfein Marissa Mayer nimmt viel Geld in die Hand, um das Unternehmen aufzuhübschen.

(Foto: REUTERS)

Einst Star der Branche - inzwischen nur noch Mitläufer: Der Internetkonzern Yahoo greift tief in die Tasche, um die Zugriffe auf seine Seiten zu erhöhen. Und zumindest vordergründig zahlt sich das aus. Doch unter dem Strich sind die Zahlen rot.

Der Internetkonzern Yahoo wächst wieder. Chefin Marissa Mayer hat mit einem Umsatzplus von 15 Prozent im zweiten Quartal endlich geliefert - allerdings zu horrenden Kosten. Weil Yahoo Geld in die Hand nahm, um den Internetverkehr auf seiner Webseite so stark wie seit neun Jahren nicht mehr zu steigern, verfünffachten sich die dafür anfallenden Kosten fast auf 200 Millionen US-Dollar. Diese Kosten herausgerechnet stagnierten die Einnahmen der einstigen Internet-Ikone lediglich.

Nach einem schwachen Jahresstart war deshalb auch das zweite Quartal von einem Gewinneinbruch gekennzeichnet. Unter dem Strich stand nach den drei Monaten per Ende Juni ein Verlust von 21,6 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr hatte Yahoo noch einen Gewinn von 270 Millionen Dollar erzielt. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 16 Cent nach 37 Cent im Vorjahr. Analysten hatten Yahoo mit 18 Cent etwas mehr zugetraut. Der Konzernumsatz stieg von 1,08 Milliarden auf 1,24 Milliarden Dollar.

Investitionen in eigene Suchmaschine

Das Geschäft des Internetkonzerns dümpelt schon seit Jahren so dahin. Um dies zu ändern, hatte Yahoo-Chefin Mayer Verträge mit Partnern wie Mozilla oder Oracle geschlossen. Die nutzen jetzt die Suchmaschine von Yahoo und erhalten dafür einen Teil der Werbeerlöse. Analyst Mark Mahaney von RBC Capital moniert die hohen Zahlungen. Das inzwischen so hohe Beträge an die Partner flössen, sei kein gutes Zeichen, sagte er.

Die hohen Kosten werden zudem noch steigen, wie Mayer in einer Telefonkonferenz ankündigte. Für das laufende Quartal stellte die Managerin ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 200 Millionen bis 400 Millionen Dollar in Aussicht, weniger als von Analysten erwartet. Mayer verteidigte aber die teuren Partnerschaften. Es handele sich um Investitionen, um die eigene Suchmaschine ins Rennen zu schicken.

Quelle: n-tv.de, jwu/DJ

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