Wirtschaft

Hass und Pädophile stören Kunden Youtube bekämpft extremistische Inhalte

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Youtube-Chefin Susan Wojcicki kündigt "einen neuen Ansatz für Werbung auf YouTube" an, damit "Anzeigen nur dort laufen, wo sie auch laufen sollen".

(Foto: picture alliance / Nicolas Armer)

Googles Videoportal Youtube will nach massiver Kritik und politischem Druck härter gegen Gewalt und Extremismus vorgehen. Tausende neue Mitarbeiter sollen verbotene Inhalte löschen. Künstliche Intelligenz ist bereits im Einsatz.

Der Google-Konzern will demnächst 10.000 Mitarbeiter darauf ansetzen, dass bei seinem Videoportal Youtube keine extremistischen Inhalte mehr veröffentlicht werden können. Youtube-Chefin Susan Wojcicki sagte der britischen Zeitung "Daily Telegraph", das Personal für diese Aufgabe werde aufgestockt; im kommenden Jahr sollten 10.000 Mitarbeiter damit befasst sein.

Das Portal sei missbraucht worden, um "in die Irre zu führen, zu manipulieren, zu belästigen oder sogar um Leid zuzufügen", sagte Wojcicki. Inzwischen habe ihr Unternehmen eine Technologie entwickelt, um Videos mit extremistischen Inhalten zu erkennen oder auch Inhalte, welche die Sicherheit von Kindern gefährden. Künstliche Intelligenz (KI) helfe menschlichen Prüfern, fast fünf Mal mehr Videos zu entfernen. Inzwischen würden 98 Prozent davon von den selbstlernenden Maschinen aufgespürt.

In der vergangenen Woche hatte Youtube 150.000 Videos von Kindern entfernen müssen, nachdem Nutzer des Portals dort schädigende Kommentare über die Kinder veröffentlicht hatten. Von der britischen Regierung gibt es nach den Anschlägen in Großbritannien überdies erheblichen Druck auf die Internetkonzerne, radikales Material von ihren Plattformen zu entfernen.

Britischen Medienberichten zufolge hat Youtube mit wichtigen Werbekunden Schwierigkeiten, weil deren Anzeigen teils im Umfeld von pädophilen Kommentaren zu an sich unverfänglichen Videos mit Kindern zu sehen sind.

Quelle: ntv.de, hny/dpa/AFP