Wirtschaft

Dienstleister hart getroffen Zahl Erwerbstätiger sinkt im ersten Quartal

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Die Schließung vieler Gastronomiebetriebe hat zu einem deutlichen Beschäftigungsrückgang geführt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Langsam steigt die Hoffnung, dass Handel und Gastronomie bald wieder ihre Arbeit aufnehmen können. Für das erste Quartal 2021 sind die Beschäftigungszahlen in vielen Dienstleistungssektoren allerdings sehr mau, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Es gibt aber auch Lichtblicke.

Von Januar bis März waren rund 44,4 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sank die Zahl im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 48.000 oder 0,1 Prozent. Insgesamt waren 711.000 Personen weniger erwerbstätig als Ende 2019, dem Quartal vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

Besonders hart betroffen vom Corona-Lockdown sind die Dienstleister. Hier nahm die Erwerbstätigenzahl im ersten Quartal binnen Jahresfrist um 485.000 ab. Die größten Verluste verzeichnete dabei der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit einem Minus von 395.000 Erwerbstätigen. Es folgen die Unternehmensdienstleister - zu denen auch die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften gehört - mit einem Rückgang von 162.000. Auch bei den Sonstigen Dienstleistungen, wozu etwa Verbände und Interessenvertretungen zählen, ging die Zahl der Erwerbstätigen um 94.000 zurück. Bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern setzte sich der bereits seit Jahren bestehende Abwärtstrend fort (-8000).

Beschäftigungsgewinne gab es hingegen bei den Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit mit plus 168.000 sowie im Bereich Information und Kommunikation mit plus 5000.

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Im wieder gut laufenden Produzierenden Gewerbe (ohne Bau) setzte sich der Rückgang in abgeschwächter Form fort: Hier gab es ein Minus von 212.000. Im Baugewerbe konnten hingegen mit plus 20.000 weitere Beschäftigungsgewinne erzielt werden. In der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei sank die Zahl der Erwerbstätigen dagegen deutlich, und zwar um 30.000.

"Der Rückgang der Erwerbstätigkeit geht zu fast drei Vierteln auf die sinkende Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zurück", erklärten die Statistiker. Sie nahm im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 528.000 oder 1,3 Prozent auf 40,5 Millionen Personen ab. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank um 179.000 Personen oder 4,4 Prozent auf 3,9 Millionen.

Quelle: ntv.de, als/rts

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