Wirtschaft

Deutschland auf Platz dreiZahl der Millionäre steigt weltweit an

04.06.2026, 06:26 Uhr
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Die Aktienmärkte haben ihren Teil beigetragen. (Foto: picture alliance/dpa/AAP)

Das Vermögen der reichsten Menschen explodiert förmlich - derweil erweitert sich ihr Kreis. 2025 zeichnet sich weltweit als Rekordjahr für Millionäre ab. Deutschland ist ganz vorn mit dabei.

Boomende Aktienmärkte haben den Club der Dollar-Millionäre kräftig wachsen lassen. Weltweit 25,3 Millionen Menschen verfügten im vergangenen Jahr über ein anlagefähiges Vermögen von mindestens einer Million Dollar, zeigt eine Analyse des Beratungsunternehmens Capgemini. Das seien fast zwei Millionen Menschen mehr als 2024.

In Deutschland zählten Capgemini zufolge im vergangenen Jahr rund 1,8 Millionen Menschen zur Gruppe der vermögenden Privatpersonen ("High Net Worth Individuals") und damit elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Deren Vermögen nahm demnach um fast 13 Prozent auf gut 7,1 Billionen Dollar (rund 6,1 Billionen Euro) zu, auch dank einer nachlassenden Inflation.

Deutschland belegte damit im internationalen Vergleich Rang drei. Spitzenreiter blieben die USA: Dort stieg die Zahl der Millionäre um 736.000 auf 8,7 Millionen und damit stärker als in jedem anderen Land. Deutliche Zuwächse verzeichneten auch Japan auf Rang zwei mit 436.000 sowie China auf Rang vier mit 154.000 zusätzlichen Millionären. Zusammen vereinen die vier größten Millionärsnationen - die USA, Japan, Deutschland und China - fast zwei Drittel aller Millionäre weltweit.

Reiche so reich wie noch nie

Das Vermögen der Reichen weltweit legte dem jüngsten "World Wealth Report" zufolge so stark zu wie nie innerhalb eines Jahres: Weltweit stieg das Vermögen schätzungsweise um 8,7 Prozent auf einen Rekord von 98,3 Billionen Dollar (rund 84,4 Billionen Euro). Dabei wuchs die Zahl der sehr vermögenden Menschen mit einem investierbaren Vermögen von mindestens 30 Millionen Dollar global am schnellsten mit einer Rate von 9,4 Prozent.

Capgemini berücksichtigt in seinem seit 1997 jährlich erstellten "World Wealth Report" Aktien, Anleihen, alternative Investments wie privates Beteiligungskapital, Bargeld sowie Immobilien, sofern diese nicht selbst genutzt werden. Kunstsammlungen und Gebrauchsgüter wie Autos und Schmuck werden nicht eingerechnet. Die Studie basiert auf mehreren Umfragen, an denen 6510 vermögende Privatpersonen in 27 Märkten, 144 Führungskräfte von Vermögensverwaltern und 1317 Kundenbetreuer teilnahmen.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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