Wirtschaft

Hoffnung auf mehr Fluggäste Zweites Terminal soll den BER entlasten

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Nächster Meilenstein für den BER.

(Foto: IMAGO/Frank Sorge)

Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme sind fast vergessen. Inzwischen ist der BER ein normaler Flughafen. Weil wieder mehr Passagiere kommen, geht jetzt auch Terminal 2 in Betrieb - ganz ohne Feierlichkeiten.

Knapp eineinhalb Jahre nach der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER sind von Donnerstag an alle neu gebauten Gebäude in Betrieb. Die Betreiber öffnen erstmals das Terminal 2 und stellen sich damit auf steigende Passagierzahlen ein. "Wir erwarten für 2022 rund 17 Millionen Passagiere", erklärte Flughafenchefin Aletta von Massenbach einen Tag vor der Inbetriebnahme des Terminals 2. "Das T2 ist Teil unserer Vorbereitung für die Normalisierung des Luftverkehrs."

Das Gebäude wird auch gebraucht, weil die Abfertigung im Hauptterminal unter Corona-Bedingungen deutlich länger dauert als geplant. In den Herbstferien hatte das tageweise zu Chaos geführt. Passagiere verpassten ihre Flüge. Einschränkungen sind auch weiterhin nicht ausgeschlossen, wie von Massenbach deutlich machte. Es gebe nicht in allen Stellen der Prozesskette ausreichend Personal. Man müsse davon ausgehen, dass punktuell immer wieder Geduld und Zeit erforderlich sein werden.

Im vergangenen Jahr wurden am BER knapp 10 Millionen Fluggäste gezählt. Vor der Corona-Krise waren es 2019 an den damaligen Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld rund 36 Millionen gewesen. Bei BER-Baubeginn 2006 hatte das niemand erwartet. Baumängel, Planungsfehler und Technikprobleme verzögerten die Eröffnung um neun Jahre - während die Passagierzahlen in Berlin weiter stiegen. Deshalb wurde dem BER das T2 vergleichsweise schnell hinzugefügt, dann aber zunächst nicht gebraucht. Denn der Flughafen öffnete 2020 mitten in der Corona-Pandemie.

"Das T2 ist etwas, was für Tempo steht"

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T2 wurde in einfacher Industriebauweise errichtet. Hauptnutzer wird zunächst die Fluggesellschaft Ryanair. Von Donnerstag an wickelt sie dort Abflüge ab, von Anfang April an dann auch Ankünfte. "Das T2 ist etwas, was für Tempo steht", sagte die Flughafenchefin. "Es ist schnell, es ist kompakt und funktional." Eine Eröffnungsfeier ist nicht geplant. "Wir machen einfach auf."

Zum BER gehört auch das zwei Kilometer von den neuen Gebäuden entfernte Terminal des alten Schönefelder Flughafens, des früheren Zentralflughafens der DDR. Es firmiert heute als Terminal 5. Momentan wird es als Notunterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine genutzt. Der BER kommt vorerst mit den Terminals 1 und 2 aus, wie von Massenbach sagte. "Was die beiden können, reicht erstmal für die nächsten Jahre." Das Vorkrisenniveau von 36 Millionen Fluggästen peilt die Flughafengesellschaft erst für 2025 an. Bei normalen Prozessen sei auch das in den Neubau-Terminals zu schaffen.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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