Der Börsen-TagAnleger dürften Bilfinger für Prognosesenkung abstrafen
Händler erwarten Druck auf Bilfinger nach der gesenkten Prognose des Industriedienstleisters. Der Mannheimer Industriedienstleister hat die Hoffnung auf eine Aufholjagd im zweiten Halbjahr aufgegeben und am Vorabend angekündigt, weltweit 1500 Arbeitsplätze zu streichen.
Der Krieg hatte Bilfinger in diesem Jahr gebremst. Die Entwicklung sei im Sommer deutlich hinter den ursprünglichen Annahmen zurückgeblieben, weil der Iran-Krieg länger dauere als gedacht, räumte Bilfinger ein. Während die Umsatzprognose nur leicht gesenkt wurde, ging es bei der erwarteten Ebita-Marge kräftig nach unten auf 3,2 bis 3,6 von 5,8 bis 6,2 Prozent. Stützen dürfte allerdings, dass die Mittelfristziele bis 2030 bestätigt wurden.
Vorstandschef Thomas Schulz hatte auf eine Belebung des Geschäfts gesetzt, etwa durch den Wiederaufbau der Infrastruktur im Nahen Osten. Die Kunden hätten sich aber auch im dritten Quartal zurückgehalten - sowohl bei Neuaufträgen als auch beim Abruf von Leistungen aus bestehenden Rahmenverträgen. Das drücke auf die Renditen, weil Mitarbeiter nicht ausgelastet seien.