Der Börsen-TagAnleiherenditen in Europa ziehen an
Anleger in der Eurozone werfen erneut Staatsanleihen aus ihren Depots. Im Gegenzug zieht die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe als Gradmesser für die Eurozone auf 3,5382 Prozent und damit auf ein 17-Jahres-Hoch. Steigende Energiepreise und wachsende Sorgen über die Inflation und höhere Zinsen setzen seit Wochen die globalen Anleihenmärkte unter Druck. Der Dax vergrößerte am Nachmittag seine Verluste und verlor 0,7 Prozent auf 25.395 Punkte.
Mehrere EZB-Ratsmitglieder äußerten Bedenken hinsichtlich steigender Energiepreise und verwiesen dabei auf die Öl- und Gaspreise. Der lettische Notenbankchef Martins Kazaks sagte, es könne Spielraum für weitere Zinserhöhungen geben, da die Energiepreise und die Inflation hoch blieben. "Die Argumente für eine weitere Straffung mehren sich." Die Notenbank könne es sich jedoch leisten, ohne Eile vorzugehen.