Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagBundesbank: Geldhäuser bleiben gegenüber staatlichen Fiskalrisiken verwundbar

15.09.2026, 12:11 Uhr

Die wechselseitige Abhängigkeit von Staaten und Banken ist laut Deutscher Bundesbank eine wesentliche Quelle von Risiken für die Finanzstabilität. In einem Fachartikel aus dem Monatsbericht der deutschen Zentralbank wird auf die Gefahren dieses sogenannten Staaten-Banken-Nexus hingewiesen. "Verschlechtert sich die Kreditwürdigkeit eines Staates, können steigende Risikoprämien auf seine Anleihen Banken belasten, die hohe Bestände dieser Titel halten", heißt es darin.

Umgekehrt könnten Schieflagen von Banken öffentliche Haushalte unter Druck setzen, wenn staatliche Unterstützung erwartet oder tatsächlich erforderlich werde. Zwar hätten der europäische Abwicklungsrahmen und die gestärkte Eigenkapitalbasis der Banken das Risiko verringert, dass Bankenkrisen die öffentlichen Haushalte belasten: "Gegenüber fiskalischen Risiken bleiben Banken jedoch weiterhin verwundbar."

Quelle: ntv.de