Der Börsen-TagDax mit weiterem unruhigen Handelstag
Der seit Wochen andauernde Ausverkauf am Anleihemarkt hat neue Dynamik gewonnen und auch die Anleger an den europäischen Aktienbörsen in Atem gehalten. Auch an der Frankfurter Börse ging es in dieser Hinsicht kräftig zur Sache. Der Dax rutschte bis um 1,0 Prozent auf 25.173 Punkte nach unten. Den Handel verließ der deutsche Leitindex 0,1 Prozent tiefer mit 25.404 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent im Minus bei 6234 Stellen.
"Die Aktienmärkte können die Verkaufswelle, die weltweit über die Anleihemärkte rollt, nicht ignorieren", kommentierte Jochen Stanzl, Analyst der Consorsbank. Für erhöhten Druck sorgten auch steigende Ölpreise und zunehmende Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed am Mittwoch.
Trotz steigender Energiepreise im Zuge des Iran-Kriegs blickten Börsianer etwas zuversichtlicher auf die deutsche Wirtschaft. Das vom Mannheimer Forschungsinstitut ZEW ermittelte Konjunkturbarometer legte im September allerdings nur um 0,5 auf 34,7 Zähler zu und damit nicht so stark wie angenommen.
Die steigenden Energiekosten setzten Chemiefirmen zu. Ein düsterer Analystenausblick ließen Lanxess um 2,6 Prozent nach unten gehen. JPMorgan hatte das Kursziel auf 15 von zuvor 18 Euro gesenkt. Federn ließ auch der europäische Bankensektor. Nach pessimistischen Äußerungen vom Chef der Bank of America (BofA) sackten Deutschen Bank um 2,4 Prozent ab.
