Der Börsen-TagDax steht auf verlorenem Posten
Die hohen Ölpreise und Bremsspuren im KI-Sektor haben die europäischen Aktienmärkte zum Wochenstart im Klammergriff gehalten. An der Frankfurter Börse gab der Dax um 0,5 Prozent nach und schloss bei 25.441 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 1,1 Prozent im Minus bei 6254 Zählern.
"Die Schließung der saudischen Ost-West-Pipeline weckt neue Ängste über die Versorgung der Weltwirtschaft mit Öl aus dem Nahen Osten, nachdem die Frage über den freien Seeverkehr an der Straße von Hormus noch gar nicht gelöst ist", kommentierte Jochen Stanzl, Analyst der Consorsbank. "Damit treffen zwei schlechte Nachrichten gleichzeitig ein: die Schließung der Pipeline und Überlegungen über eine Selbstverpflichtung der KI-Branche, ihre eigene Entwicklung freiwillig zu verlangsamen."
Neue Angriffe der Huthi auf Saudi-Arabien und Attacken auf Schiffe in der Straße von Hormus schürten Sorgen um die Versorgung. Saudi-Arabien schloss vorübergehend seine Ost-West-Ölpipeline nach einem Drohnenangriff. Die Stilllegung der Pipeline, die Saudi-Arabien hilft, die Straße von Hormus zu umgehen und seine Exporte umzuleiten, bedroht bis zu vier Prozent des weltweiten Ölangebots.
Die neue Zurückhaltung an der Spitze der KI-Konzerne schickte europaweit Technologiewerte auf Talfahrt. Im Dax sackten Infineon um 7,7 Prozent ab. Aixtron verbilligten sich im MDax um 11,2 Prozent. Spekulationen auf einen Zusammenschluss mit dem französischen Börsenbetreiber Euronext sorgten dagegen für Rückenwind bei Deutscher Börse. Die Titel des Dax-Unternehmens stiegen um 2,1 Prozent.