KI-Sorgen halten Dax fest
Nach dem schwungvollen Wochenauftakt haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt auf die Bremse getreten. Der Dax pendelte lustlos um die 25.000-Punkte-Marke, auch der EuroStoxx50 bewegte sich kaum. "Neben den Sorgen und Bedenken hinsichtlich der weiteren Zinspolitik in den USA schwebt die Angst vor einem Platzen der KI-Blase weiterhin als Damoklesschwert über den Finanzmärkten", sagte Christian Henke vom Broker IG. "Den Anlegern sind die Investitionen in KI einfach zu hoch."
So ging der Dax 0,1 Prozent leichter mit 24.988 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 6046 Stellen. Der Euro lag am Abend bei 1,1902 US-Dollar.
Im Dax verbilligten sich Commerzbank nach Zahlen 0,5 Prozent. Allianz und Hannover Rück verloren 2,6 beziehungsweise 1,1 Prozent. Börsianern zufolge reagierten die Aktien auf den jüngsten Ausverkauf bei den Papieren von US-Versicherungsmaklern, nachdem die Online-Versicherungsplattform Insurify ein KI-gestütztes Vergleichstool auf der Grundlage von ChatGPT veröffentlicht hatte. Dies nährte die Befürchtung, dass neue KI-Tools Umwälzungen in der Branche beschleunigen könnten.
Wenig Anklang fand die Bilanz von Teamviewer. Die Aktien sackten im MDax um 6,3 Prozent ab. Auch für TUI ging es bergab - um 4,9 Prozent. Der Touristikkonzern geht trotz etwas geringerer Buchungen von einer "robusten" Nachfrage nach Urlaubsreisen im Sommer aus.
"Risiko nach oben": Gold schon bald bei 6000 US-Dollar?
Der Goldpreis war zuletzt deutlich unter die Räder gekommen - das aber auf einem sehr hohen Niveau. Warum Experten den Goldpreis trotz aller Schwankungen wieder auf dem Weg nach oben sehen, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kemal Bagci von der BNP Paribas.
Schweizer Franken auf Mehrjahreshoch zum Euro
Der Schweizer Franken bleibt gegenüber dem Euro ausserordentlich stark und steigt auf ein Mehrjahreshoch, wie die Analysten von ING in einer Research Note schreiben. Wetten auf einen langfristigen Rückgang der Kaufkraft des US-Dollar - oder eine Dollar-Entwertung - würden Anleger dazu veranlassen, nach alternativen sicheren Häfen, einschliesslich des Frankens, zu suchen, so die Analysten.
"Der bedeutende Handels- und Nettoauslandsinvestitionsüberschuss der Schweiz ist eine der Hauptattraktionen, ebenso wie ihre Haushaltslage", schreiben die Analysten. Zudem scheine die Schweizer Nationalbank angesichts der Stärke des Frankens entspannt zu sein, möglicherweise weil sich das europäische Wachstum belebe und weil ihre Möglichkeiten, die Zinsen zu senken oder Währungsinterventionen einzusetzen, begrenzt aussähen, heißt es weiter. Der Schweizer Franken steigt auf den höchsten Stand seit 2015 auf 0,9093 Franken je Euro, wie Daten von LSEG zeigen.
Beim Bauen "ist eher mit einer Verteuerung zu rechnen"
Lufthansa City Airlines expandiert
Die Lufthansa-Zubringertochter City Airlines hat eine neue Basis in Frankfurt am Main eröffnet. Die jüngste Fluggesellschaft des MDax-Konzerns, die im Sommer 2024 in München an den Start ging, fliegt ab Frankfurt zunächst nach Manchester, Berlin und Valencia, ab März auch nach Düsseldorf und Málaga, wie die Lufthansa Group mitteilte. Ab dem Sommer sollen weitere Ziele hinzukommen, darunter voraussichtlich London Heathrow, Stockholm, Bilbao, Hamburg, Helsinki, Ibiza, Marseille und Bukarest.
Die Lufthansa hatte City als Zubringer-Airline gegründet, um Passagiere zu ihren Langstreckenflügen mit anderen Konzernairlines zu bringen. Im Zuge der Expansion soll die lokale Flotte der Fluggesellschaft in Frankfurt bis zum Herbst von zunächst zwei auf sieben Airbus 320neo aufgestockt werden. City Airlines betreibt bereits 13 Flugzeuge an ihrem Heimatdrehkreuz in München. Auch neues Personal wird rekrutiert. Zu den aktuell etwa 450 Mitarbeitenden sollen den kommenden Monaten weiteren 80 Cockpit- und 200 Kabinenmitarbeitende hinzukommen.
Dow Jones mit Rekordhoch - Spotify-Aktie geht durch die Decke
Die US-Aktienkurse geben zum Start überwiegend leicht nach, belastet von enttäuschenden Daten zum Einzelhandelsumsatz. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,4 Prozent auf 50.328 Punkte. Gleich nach der Startglocke markierte der Index ein neues Rekordhoch, gestützt von Microsoft, Nvidia und Cisco. Der S&P-500 verliert indessen 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite 0,3 Prozent.
Daneben geht die Bilanzsaison in eine weitere Runde. Unter anderem hat Coca-Cola durchwachsene Zahlen vorgelegt. Die Aktie fällt um 0,8 Prozent. Spotify machen einen Satz von 15 Prozent. Der Audio-Streaming-Anbieter hat im vierten Quartal die Analystenerwartungen übertroffen und solide Margenprognosen abgegeben. Nach der Schlussglocke wird Ford über den Verlauf des vierten Quartals berichten.
Infineon platziert Anleihen in Milliardenvolumen
Infineon hat neue Anleihen über zwei Milliarden Euro bei großen Investoren platziert. Mit dem Geld sollen einerseits in diesem Jahr fällig werdende Anleihen refinanziert werden, wie der Chipkonzern mitteilte. Zum anderen sollen Bankkredite abgelöst werden, die das Unternehmen aus Neubiberg bei München für den 2,5 Milliarden Dollar teuren Kauf des Geschäfts mit Netzwerk-Komponenten für Fahrzeuge von Marvell aufgenommen hat. Zudem dienen die Anleihen zur Finanzierung der 570 Millionen Euro schweren Übernahme von Teilen des Sensor-Geschäfts von AMS-Osram.
Die Emission sei mehrfach überzeichnet gewesen. Begeben wurden eine fünfjährige Anleihe über 750 Millionen Euro, die mit drei Prozent verzinst wird, eine achtjährige Anleihe über ebenfalls 750 Millionen Euro mit einem Kupon von 3,5 Prozent und eine elfjährige Tranche über 500 Millionen Euro, die sich mit 3,75 Prozent verzinst.
Brüssel nimmt Cupra-Modell von Zöllen auf chinesische E-Autos aus
Die EU-Kommission kommt Volkswagen bei den Einfuhrzöllen auf Elektroautos aus China entgegen. Das Cupra-Modell Tavascan, das im VW-Werk im chinesischen Anhui gebaut wird, wird künftig von den Zöllen ausgenommen, wie aus einer Entscheidung der Kommission hervorgeht, die heute veröffentlicht wurde.
Die Kommission einigte sich dafür mit der VW-Tochter Seat unter anderem auf einen Mindestimportpreis und Höchstimportmengen für das Fahrzeug. Cupra ist eine Marke von Seat. Ein Seat-Sprecher erklärte, das Unternehmen begrüße es, dass die Kommission die Vorschläge von Seat und Cupra angenommen habe. Der Tavascan sei ein europäisches Projekt, das in Europa entwickelt worden sei und in China in einem mehrheitlich VW gehörenden Werk gebaut werde.
US-Arbeitskosten steigen im vierten Quartal um 0,7 Prozent
Die Arbeitskosten in den USA sind im vierten Quartal 2025 gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, erhöhten sich die Arbeitskosten um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während Volkswirte eine Zunahme um 0,8 Prozent vorhergesagt hatten. Im dritten Quartal hatte der Anstieg 0,8 Prozent betragen.
Auf Jahressicht lagen die Arbeitskosten im vierten Quartal um 3,4 Prozent höher. Nach weiteren Angaben des Ministeriums lagen die Löhne und Gehälter der US-Arbeitnehmer zwischen Oktober und Dezember um 0,7 Prozent höher als im Vorquartal, bei Boni und anderen Vergütungen wurde eine Zunahme um ebenfalls 0,7 Prozent verzeichnet.
Wall Street vorbörslich rötlich
Die US-Börsen dürften zum Start leicht nachgeben. Die Futures auf die großen Aktienindizes tendieren knapp behauptet, nachdem der Dow-Jones-Index am Montag ein neues Rekordhoch erreicht hatte. Der Markt muss eine Reihe von Konjunkturdaten verarbeiten, von denen vor allem die Einzelhandelsumsätze stark beachtet werden dürften, da der private Konsum für etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung steht. Der Umsatz im US-Einzelhandel stagnierte im Dezember, während Volkswirte einen Anstieg um 0,4 Prozent erwartet hatten. Die Importpreise legten im Dezember geringfügig zu; hier war mit einem unveränderten Niveau gerechnet worden. Der Arbeitskostenindex stieg im vierten Quartal 2025 etwas weniger stark als angenommen.
Coca-Cola meldet Gewinneinbruch - Aktie fällt
Ein Gewinneinbruch im Schlussquartal und ein verhaltener Ausblick haben die Aktie von Coca-Cola auf Talfahrt geschickt. Im vierten Quartal brach das operative Ergebnis um 32 Prozent auf 1,98 Milliarden Dollar ein, wie der Getränkekonzern mitteilte. Als Grund nannte das Unternehmen eine schwächere Nachfrage in Nordamerika und Asien. Auf Jahressicht stieg der operative Gewinn jedoch um 38 Prozent auf 13,24 Milliarden Dollar.
Coca-Cola hatte zuletzt die Preise erhöht, um gestiegene Kosten auszugleichen, während Verbraucher wegen der Inflation zunehmend zu günstigeren Alternativen greifen. Für das laufende Jahr stellte der Vorstand ein organisches Umsatzwachstum von vier bis fünf Prozent in Aussicht. Das Management verwies auf ein effektives Kostenmanagement. Die Anleger blieben indes skeptisch: Die Papiere gaben im vorbörslichen US-Handel um rund drei Prozent nach.
Ferrari übertrifft Erwartungen - Aktie schießt hoch
Der Luxusautobauer Ferrari sieht sich auf Wachstumskurs und hat mit diesem optimistischen Ausblick seine Aktien auf Rekordkurs geschickt. Die in Mailand notierten Papiere stiegen um bis zu 8,9 Prozent. Im laufenden Jahr peilt Ferrari einen bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) von mehr als 2,93 Milliarden Euro an, wie der Konzern mitteilte. Gestützt werden soll das Wachstum von neuen Modellen, die in diesem Jahr auf den Markt kommen sollen. 2025 hatte Ferrari den Umsatz um sieben Prozent auf 7,15 Milliarden Euro gesteigert und den Nettogewinn um fünf Prozent auf 1,60 Milliarden. Zum Ergebnis trugen neben dem Verkauf der Sportwagen auch Finanzdienstleistungen sowie der Verkauf von Motoren an Maserati und andere Formel-1-Teams bei.
Spotify über Erwartungen - deutlich mehr Premium-Abonnenten
Der Audio-Streaming-Anbieter Spotify Technology hat im vierten Quartal die Analystenerwartungen übertroffen und solide Margenprognosen abgegeben. Das schwedische Unternehmen meldete einen Quartalsgewinn von 4,43 Euro je Aktie. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 4,53 Milliarden Euro zu. Von Factset befragte Analysten hatten im Mittel einen Gewinn von 2,74 Euro je Aktie bei einem Umsatz von 4,52 Milliarden Euro erwartet.
Auch die Bruttogewinnmarge lag mit 33,1 Prozent über den erwarteten 32,9 Prozent. Der Streamingdienst gewann im Quartal rund neun Millionen Premium-Abonnenten hinzu und übertraf damit die Schätzungen der Analysten.
Commerzbank verdient 2025 fast so viel wie ein Jahr zuvor
Die Commerzbank hat im vergangenen Jahr trotz Restrukturierungskosten fast so viel Gewinn erwirtschaftet wie ein Jahr zuvor und schüttet diesen wie angekündigt komplett an die Aktionäre aus. Der Nettogewinn habe 2025 bei 2,63 (2024: 2,68) Milliarden Euro gelegen, teilte das Dax-Unternehmen mit. Ohne die Kosten für den Umbau des Instituts wären es drei Milliarden Euro gewesen, 13 Prozent mehr als 2024 und so viel wie nie zuvor. "2025 war für die Commerzbank ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr, und wir möchten unsere Investoren an diesem Erfolg teilhaben lassen", sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp.
Die Dividende soll um gut zwei Drittel auf 1,10 (0,65) Euro je Aktie steigen. Zudem will die Commerzbank von Freitag an bis zum 26. März eigene Aktien im Wert von 540 Millionen Euro zurückkaufen. Es ist der sechste Rückkauf seit 2023. Zusammen mit dem vorherigen, eine Milliarde Euro schweren Rückkaufprogramm, das im Dezember abgeschlossen wurde, erfüllt die Bank damit ihr Versprechen, den bereinigten Gewinn von 2,7 Milliarden Euro komplett an die Aktionäre auszuschütten.
Neues vom Geldmarkt
Unverändert stabil präsentieren sich die Sätze am europäischen Geldmarkt. Thema ist die Nachricht, wonach François Villeroy de Galhau, Gouverneur der Banque de France, seinen Posten im Juni verlassen wird. Damit scheidet er mehr als ein Jahr vor Ende seiner zweiten Amtszeit aus. Villeroy de Galhau galt als ausgesprochene geldpolitische Taube, "damit könnte sich das Gleichgewicht im Rat geringfügig in Richtung der hawkishen Seite verschieben", urteilt Marktstratege Asger Wilhelm Dalsjo von der Danske Bank.
Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,92 - 2,09 (1,92 - 2,09), 1-Monats-Geld: 1,95 - 2,13 (1,94 - 2,12), 3-Monats-Geld: 2,02 - 2,20 (2,02 - 2,20), 6-Monats-Geld: 2,07 - 2,27 (2,07 - 2,27), 12-Monats-Geld: 2,17 - 2,36 (2,17 - 2,36), Euribors: 09.02. 06.02. 3 Monate: 1,9820 1,9990, 6 Monate: 2,1320 2,1520, 12 Monate: 2,2220 2,2270
Bitcoin fällt - Nervosität als Stimmungstöter
Der Abwärtstrend von Bitcoin setzt sich fort. Die Kryptowährung notiert unter der psychologisch wichtigen Marke von 70.000 US-Dollar, da Anleger aus riskanten Anlagen flüchten, wie Susannah Streeter von Wealth Club in einer Research Note schreibt. Zwar habe es nach den starken Kursverlusten der vergangenen Woche einige Schnäppchenjagden gegeben, doch die Stimmung habe sich wieder eingetrübt, wobei Bitcoin andere Kryptowährungen mit nach unten ziehe, meint sie.
Krypto sei ein spekulativer Vermögenswert und die Stimmung leide, wenn Nervosität aufkomme, sei es aufgrund von Ängsten vor einer KI-Blase, der Aussicht auf einen neuen geopolitischen Konflikt oder Zinsen, die länger hoch bleiben, so Streeter. "Die institutionelle Nachfrage hat sich inmitten einer Neukalibrierung der Portfolios ebenfalls stark abgekühlt, was zum Rückgang des Bitcoin beiträgt." Bitcoin fällt laut LSEG um 2,2 Prozent auf 68.806 US-Dollar. Ether gibt um 5,3 Prozent auf 2009 US-Dollar nach.
USA und China bremsen Philips aus
Philips hat seine Wachstumserwartungen für das laufende Jahr gebremst. Statt eines Umsatzzuwachses von rund 4,5 Prozent sei nur noch mit drei bis 4,5 Prozent zu rechnen, teilte der niederländische Medizintechnik-Konzern mit. Gründe dafür seien der wachsende Druck durch die US-Zölle und die anhaltende Schwäche in China, wo Philips etwa zehn Prozent des Umsatzes erwirtschaftet. Die operative Umsatzrendite (Ebita-Marge) soll 12,5 bis 13,0 Prozent erreichen.
Vorstandschef Roy Jakobs hatte bereits im Dezember gewarnt, dass die im Frühjahr 2025 eingeführten US-Zölle Philips 2026 fast doppelt so stark belasten dürften wie im vergangenen Jahr, in dem sie den Konzern 150 bis 200 Millionen Euro kosteten. Sie drücken trotz anhaltender Sparprogramme auf die Margen. In China zentralisiert die Regierung den Einkauf in vielen Bereichen des Gesundheitswesens, auch um die Korruption in der Branche einzudämmen.
Im abgelaufenen Jahr steigerte Philips den Umsatz auf vergleichbarer Basis um zwei Prozent auf 17,8 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) verbesserte sich auf 2,20 bon 2,08 Milliarden Euro 2024, die operative Umsatzrendite stieg auf 12,3 von 11,5 Prozent.
Tchibo verliert Rechtsstreit gegen Aldi Süd
Hier einmal eine Wirtschaftsmeldung abseits des Börsengeschehens. Tchibo hat im Streit um angeblich zu niedrige Kaffeepreise erneut eine juristische Niederlage gegen Aldi Süd einstecken müssen. Die Richter des 6. Kartellsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf wiesen die Berufung gegen das Urteil der ersten Instanz zurück, wie eine Sprecherin mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Tchibo kann Revision einlegen und die Entscheidung von einem höheren Gericht prüfen lassen. Eine schriftliche Urteilsbegründung liegt bislang nicht vor.
Der Hamburger Kaffeeröster wirft dem Discounter vor, seit Ende 2023 Kaffee seiner Eigenmarke Barissimo unter den Herstellungskosten angeboten zu haben - und damit zu billig. Tchibo sieht darin einen Verstoß gegen geltendes Recht und wollte Aldi Süd dieses Vorgehen gerichtlich untersagen lassen. Die aggressive Preispolitik schade dem Wettbewerb und den Verbrauchern. Die Richter teilten diese Einschätzung jedoch nicht.
Dax lahm - EuroStoxx lahm - Ölpreise lahm
Update von der Frankfurter Börse: Nach den kräftigen Zugewinnen am Montag lässt es der Dax ruhiger angehen. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag kaum verändert bei 25.021 Punkten. Der EuroStoxx50 lag ebenfalls kaum verändert bei 6059 Stellen. Der Euro lag fester bei 1,1911 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI bewegten sich nur unwesentlich.
So geht es nach dem Tech-Absturz weiter
Die Dominanz des Tech-Sektors ist in den letzten Wochen ein bisschen ins Wanken geraten. Wie ist die Situation nach dem jüngsten Kursrutsch einzuschätzen? Wie es nach dem Tech-Absturz weitergeht und warum gerade Discountzertifikate in einem schwächelnden Tech-Sektor sinnvoll sein können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.
Aufatmen in Österreich - Inflation geht kräftig runter
Die Inflation in Österreich hat sich zu Jahresbeginn deutlich abgeschwächt, doch die erhoffte wirtschaftliche Belebung lässt auf sich warten. Die Inflationsrate sank im Januar vorläufigen Berechnungen zufolge kräftig auf zwei Prozent. Seit dem Sommer 2025 hatte sie hartnäckig bei rund vier Prozent gelegen. Dämpfend wirkten den Angaben zufolge Preisrückgänge sowie Maßnahmen der Regierung bei den Energiepreisen. Zudem entfiel ein statistischer Basiseffekt durch das Auslaufen der Energiepreisbremse.
Dagegen hat die Wirtschaft der Alpenrepublik weiter Probleme. Sie wuchs im vierten Quartal um 0,2 Prozent. Im Gesamtjahr 2025 ergab sich ein Plus von 0,6 Prozent, womit Österreich nach zwei Jahren Rezession wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehrte. Neben der Industrie bereitet der Bau Sorgen: In der Bauwirtschaft überwiegen dem Wifo zufolge wieder die negativen Einschätzungen.
Standard-Chartered-Aktie fällt nach schwerem personellen Schlag
Nach dem Abgang von Finanzvorstand Diego de Giorgi brechen die Kurse von Standard Chartered ein. Die Titel des britischen Kreditinstituts verlieren bis zu 5,2 Prozent. Wie Standard Chartered mitteilte, trat De Giorgi nach zweijähriger Tätigkeit von seiner Position bei der auf Asien und Afrika fokussierten Bank zurück. De Giorgi wechselt als Leiter der EMEA-Region zu Apollo, teilte der Vermögensverwalter mit. Der Verlust von De Giorgi sei ein "besonderer Schlag" für die Bank, schreiben die Analysten von Jefferies in einem Kommentar. Der Finanzvorstand sei nicht nur die treibende Kraft hinter dem Kosten- und Effizienzmanagementprogramms der Bank gewesen, sondern habe in den vergangenen Jahren auch großen Einfluss auf die Investorenkommunikation gehabt.
Teamviewer-Aktie schmiert nach Zahlen ab
Um 6,2 Prozent ist die Teamviewer-Aktie nach unten gerauscht. Das Unternehmen hat wegen negativer Wechselkurseffekte seine teilweise gesenkten Ziele für 2025 verfehlt. Der Konzernumsatz stieg zwar auf 767,5 Millionen Euro und die wiederkehrenden jährlichen Erlöse auf knapp 760 Millionen Euro, teilte der Spezialist für Fernwartungssoftware mit. Der Vorstand hatte jedoch Spannen von 778 bis 797 Millionen Euro beziehungsweise 780 bis 800 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Rechne man die Belastungen durch die Aufwertung des Euro heraus, seien die eigenen Ziele erreicht worden, betonte das Unternehmen. Die aktuellen Zahlen deckten sich mit den Anfang Januar vorgelegten vorläufigen Ergebnissen.
Teamviewer ist seit einer Übernahme stärker vom US-Geschäft abhängig. 1E bietet Software zur frühzeitigen Erkennung und automatischen Behebung von IT-Problemen und beliefert vor allem US-Behörden oder Firmen, die für staatliche Stellen arbeiten. Wegen des dortigen Regierungsstillstands vom vergangenen Herbst scheuten einige Kunden neue Investitionen. Daher hatte Teamviewer seine Ziele für 2025 und 2026 im Oktober teilweise zurückgeschraubt.
Bergbauwerte fallen - Edelmetallpreise geben nach
Die Aktien der Londoner Edelmetallproduzenten geben im frühen Handel nach, und die Metallpreise schwächen sich ab. In New York verbilligen sich die Gold-Futures um 0,4 Prozent auf 5060 US-Dollar je Feinunze, während Silber um 1,1 Prozent auf 81,31 Dollar je Unze nachgibt. Die Preise bleiben trotz der leichten Rückgänge auf hohem Niveau. Die Papiere von Hochschild Mining geben um 2,2 Prozent nach, während Fresnillo um 1,5 Prozent nachgeben. Endeavour Mining verlieren knapp ein Prozent. Der Rohstoffkonzern Glencore und Anglo American geben beide um rund 0,5 Prozent nach.
Yen arbeitet sich weiter nach oben
Nach dem Erdrutschsieg von Premierministerin Sanae Takaichi setzt die japanische Landeswährung Yen ihren Erholungskurs fort. Der Dollar verliert bis zu 0,5 Prozent auf 155,10 Yen. Das klare Votum für die Liberaldemokraten ebnet den Weg für Takaichis umstrittene Pläne zu Steuersenkungen und einer massiven Aufrüstung des Militärs. Seit Montag hat der Yen mehr als ein Prozent gewonnen.
Analysten erwarten jedoch langfristig eine Abschwächung des Yen. Ihrer Einschätzung nach sollte Takaichis Finanzpolitik die ohnehin zuletzt gebeutelte Währung weiter belasten. "Investoren in japanische Devisen und Staatsanleihen dürften den Wahlausgang vor allem unter dem Gesichtspunkt der Tragfähigkeit der Staatsfinanzen bewerten," sagt Matthew Ryan von Ebury. Seit Takaichis Amtsantritt als Vorsitzender der Liberaldemokratischen Partei im Oktober hat der Yen sechs Prozent an Wert eingebüßt. Da die Geldpolitik voraussichtlich weiter gelockert werde, sollte der Dollar zum Yen letztendlich wieder an Stärke gewinnen, sagt Carol Kong von der Commonwealth Bank of Australia.
Goldpreis fällt, Ölpreise auch
Die Ölpreise geben zunächst leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 0,2 Prozent auf 68,87 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 0,3 Prozent schwächer bei 64,15 Dollar. Auch der Goldpreis fällt: Eine Feinunze kostet 5030,02 Dollar und damit 0,7 Prozent weniger als noch zum Wochenstart.
Positive Stimmung, aber schwächerer Dax
Der Dax kann das zum Wochenstart erreichte Niveau zunächst nicht ganz halten. Der deutsche Börsenleitindex, der gestern 1,2 Prozent auf 25.015 Punkte zugelegt hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.980 Zählern. "Positives kommt von der Erholung der US-Technologieaktien auf der einen Seite. Andererseits kann auch TUI mit dem Geschäftsausweis samt Ausblick überzeugen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf.
Gucci bleibt außer Mode
Die anhaltende Krise bei seiner wichtigsten Marke Gucci macht dem französischen Luxuskonzern Kering zu schaffen. Der Umsatz schrumpfte im vergangenen Jahr auf vergleichbarer Basis um zehn Prozent auf 14,675 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Gewinn lag mit 1,6 Milliarden Euro um ein Drittel unter dem Vorjahresniveau. Die Gewinnmarge sank damit auf elf Prozent, vor drei Jahren waren es noch 28 Prozent. Die Geschäftsentwicklung 2025 spiegele das Potenzial des Unternehmens nicht wider, sagte der neue Kering-Chef Luca de Meo.
Vor allem die Hauptmarke Gucci steckt in der Krise. Allein im vierten Quartal schrumpfte hier der Umsatz um zehn Prozent. Es war das zehnte Quartal in Folge mit sinkenden Erlösen. Die Schwierigkeiten begannen 2022, als die Entwürfe des langjährigen Stardesigners Alessandro Michele aus der Mode kamen. Seither stehen bei Investoren insbesondere die hohe Verschuldung und die rückläufige Ertragskraft bei Kering im Fokus. "
Verleiht die "Japan-Euphorie" dem Dax Flügel?
Charttechnisch hat der Dax gestern über der Marke von 25.000 Punkten geschlossen. Gleichzeitig war es laut QC Partners allerdings der Handelstag mit dem bislang drittniedrigsten Handelsvolumen in diesem Jahr. "Das zeigt, dass die Käufer gestern nicht in allzu großer Zahl unterwegs waren. Zuletzt haben oberhalb von 25.000 jedes Mal Gewinnmitnahmen eingesetzt. Jetzt muss sich zeigen, ob die von der Japan-Wahl entfachte Euphorie auch den Dax weiter nach oben treiben kann", heißt es. Charttechnisch gilt es, den Widerstandsbereich von 25.020/98 Punkten nachhaltig zu überwinden. Der Dax ist am Vortag bei 25.015 Punkten aus dem Handel gegangen.
TUI startet mit Rekord ins Geschäftsjahr
TUI geht trotz etwas geringerer Buchungen von einer "robusten" Nachfrage nach Urlaubsreisen im Sommer aus. Der gebuchte Umsatz des Reiseveranstalters bewege sich mit einem Minus von einem Prozent im Winter und zwei Prozent weniger im Sommer im erwarteten Rahmen, erklärte der Touristikkonzern. "TUI bleibt auf Wachstumskurs." Für den angepeilten Anstieg des operativen Gewinns im Gesamtjahr um sieben bis zehn Prozent komme es darauf an, Synergien in allen Geschäftsfeldern zu heben. Das Marktumfeld in Europa sei weiterhin wettbewerbsintensiv und konjunkturell anspruchsvoll.
Im ersten Quartal des im Oktober begonnenen Geschäftsjahres 2025/26 erzielte TUI einen Umsatz auf Vorjahresniveau von 4,9 Milliarden Euro und verdiente operativ 77,1 Millionen Euro. Das waren 26,3 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum und das beste erste Quartal der Firmengeschichte.
"Takaichi-Trade" geht in die nächste Runde
Nach den teils massiven Kursgewinnen zum Start in die Woche geht es an den meisten Börsen in Ostasien noch etwas weiter nach oben. In der Breite sorgt die freundliche Tendenz an der Wall Street vom Vortag für Rückenwind. Klarer Favorit ist die Börse in Tokio, wo der Nikkei-225 nach dem klaren Wahlsieg der Regierungspartei LDP am Wochenende erneut stark zulegt. Er steigt nach dem knapp 4-prozentigen Vortagesplus um weitere 2,3 Prozent auf 57.681 Punkte und erreicht damit erneut ein vorher nie gesehenes Niveau.
Im Handel ist vom sogenannten "Takaichi-Trade" die Rede. Die als unternehmensfreundlich und sehr populär geltende Ministerpräsidentin Sanae Takaichi dürfte auf höhere Staatsausgaben und eine lockere Geldpolitik zur Ankurbelung der Konjunktur setzen, so die Spekulation der Börsianer. Dass dies problematisch für die bereits hohe Staatsverschuldung werden könnte, bremst die Stimmung erneut nicht und belastet - anders als am Vortag - auch nicht die Anleihekurse. Dort sinken die Renditen sogar etwas.
In Seoul legt der Kospi nach dem Kurssprung am Vortag um ein halbes Prozent weiter zu, ebenso der HSI in Hongkong. Auf dem chinesischen Kernland tendiert der Shanghai Composite dagegen nur behauptet. Bereits beendet ist der Handel in Sydney. Dort folgte dem knapp 2-prozentigen Anstieg am Vortag ein weiterer um 0,2 Prozent.
Störfeuer? Anleger blicken voraus
Europas Börsen dürften wenig verändert in den Handel starten. Nach der Rally zu Wochenbeginn sollten sich die Kurse zunächst setzen. Dabei bleibt die Stimmung insgesamt positiv. Nach dem Rückzieher von US-Präsident Donald Trump in der Grönland-Frage sind weitere Störfeuer zunächst ausgeblieben - genauso wie eine US-Militäraktion im Iran. Derweil ist die Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks bislang recht positiv verlaufen und die KI-induzierte Korrektur bei Technologieaktien scheint zunächst ausgelaufen zu sein. Im asiatischen Handel setzt der Nikkei-225 die Rally des Vortages nach dem überwältigende LDP-Sieg bei den Parlamentswahlen in Japan fort. Der Dollar neigt indes auch am Dienstag zur Schwäche, was früher oder später zu einem Belastungsfaktor für die europäischen Börsen werden könnte.
Den nächsten größeren Akzent könnten nun die am Mittwoch anstehenden US-Arbeitsmarktdaten für Januar setzen. Wegen des erneuten Shutdowns werden die Daten später als ursprünglich geplant veröffentlicht. Nach Einschätzung der Commerzbank dürfte der Bericht zeigen, dass der US-Arbeitsmarkt trotz des kräftigen Wirtschaftswachstums auf der Stelle tritt. Ein Teil des geringeren Beschäftigungsaufbaus lasse sich sicherlich dadurch erklären, dass wegen der restriktiven Einwanderungspolitik weniger Arbeitskräfte neu auf den Arbeitsmarkt drängten. "Wichtiger erscheint aber, dass die Unternehmen derzeit bei Neueinstellungen sehr zurückhaltend sind. Gleichzeitig werden allerdings auch nur wenige Mitarbeiter entlassen", heißt es.
Diese Autoaktien sind der Renner
Kräftige Kursgewinne verzeichnen japanische Autotitel, die zum Wochenstart noch gegen den sehr festen Markt deutlich nachgegeben hatten. Mazda schießen um über 12 Prozent nach oben, nachdem der Autobauer während des Handels Neunmonatszahlen präsentiert hat. Nissan verteuern sich um 2,2 Prozent, ebenso Toyota.
"Trotz einiger Risse positiv gestimmt"
Der Wahlsieg der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi gibt der Börse in Tokio weiter Auftrieb. Der Nikkei-Index springt 2,8 Prozent auf 57.664,55 Punkte. Auch an den anderen asiatischen Aktienmärkten geht es bergauf. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legt um 0,7 Prozent zu.
"Insgesamt sind wir recht positiv, was die wirtschaftliche Lage angeht, auch wenn wir vielleicht einige Risse sehen", sagt Kees Verbaas, globaler Leiter für fundamentale Aktien bei Robeco. "Die Investitionsprogramme der großen Unternehmen nehmen eher zu als ab, was typischerweise gut für die Wirtschaftsaktivität ist."
Eisenerzpreis dank China-Hoffnungen im Aufwind
Der Eisenerzpreis steigt im asiatischen Handel, wobei der meistgehandelte Kontrakt 0,3 Prozent auf 764,00 Yuan je Tonne zulegt. Die Hoffnung auf Konjunkturmaßnahmen zur Stützung der Nachfrage in China im weiteren Verlauf dieses Quartals hebe die Marktstimmung, kommentieren die Analysten von ANZ Research. Unterdessen habe Port Hedland in Westaustralien den Betrieb wieder aufgenommen, nachdem der tropische Wirbelsturm Mitchell nach Süden abgezogen sei. Andere Häfen des Landes dürften in Kürze folgen, fügt ANZ hinzu.
Lagarde setzt sich für digitalen Euro ein
EZB-Chefin Christine Lagarde hat vor dem europäischen Parlament die Vorteile eines Digitalen Euro betont. Als Mitgesetzgeber komme dem Parlament eine Schlüsselrolle bei der Realisierung dieser Vorteile zu, sagte die Französin. Diese Rolle sei es, entscheidende Fortschritte bei der Verabschiedung der Verordnung über den digitalen Euro zu erzielen.
Der digitale Euro biete Verbrauchern eine Lösung, die für alle digitalen Zahlungen im gesamten Euroraum akzeptiert werde. Er garantiere ein Höchstmaß an Datenschutz: "Wir als Zentralbank haben systembedingt keinen Zugriff auf personenbezogene Daten", sagte Lagarde. Offline-Zahlungen seien mit der gleichen Diskretion wie bei Bargeld möglich.
Auch europäische Unternehmen profitierten vom digitalen Euro. Er senke die Gebühren für Händler, insbesondere für kleinere Betriebe. Zudem erleichtere er es europäischen privaten Zahlungsdienstleistern, die Reichweite ihrer Lösungen zu erweitern. Schließlich basiere er auf einer vollständig europäischen Infrastruktur und vermeide so eine übermäßige Abhängigkeit von ausländischen Anbietern für Zahlungssysteme, die für das Funktionieren der Wirtschaft unerlässlich seien. Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt das Jahr 2027 für ein Pilotprojekt zum digitalen Euro an.
Yen im Blick
Der Yen gibt angesichts einer leichten Risikobereitschaft, die typischerweise seine Attraktivität als sicherer Hafen untergräbt, gegenüber den meisten anderen G-10- und asiatischen Währungen leicht nach. Die Stimmung sei risikofreudig gewesen, wobei der IT-Sektor am Montag die Gewinne an den US-Aktienmärkten angeführt habe, kommentiert Analyst Rodrigo Catril von der NAB. Es habe "gute Stimmung" aus Asien und insbesondere aus Japan nach dem erdrutschartigen Wahlsieg von Premierministerin Takaichi gegeben, fügt der leitende Devisenstratege hinzu. Der Dollar zum Yen steigt um 0,3 Prozent auf 156,29 und der Euro zum Yen legt um 0,1 Prozent auf 186,00 zu, wie Daten von Factset zeigen.
Wie steht es um den Autosektor?
Der Dax-Wochenstart kann sich sehen lassen – und macht Hoffnung auf mehr: Der deutsche Börsenleitindex schloss 1,2 Prozent fester bei 25.015 Punkten. Die psychologisch wichtige Marke ist damit zurückerobert. Marktteilnehmer führten den klaren Wahlsieg der LDP in Japan als einen Grund für die positive Stimmung an. Ein anderer Grund sei die sich abzeichnende Entspannung zwischen den USA und dem Iran im Atomstreit. An der Wall Street zeichnete sich indes ein uneinheitliches Bild.
Heute spielt die Musik im Autosektor. So gibt etwa der Verband der Automobilindustrie (VDA) einen Überblick über die aktuellen Branchenthemen. Die neue Elektroautoförderung in Deutschland, die anstehende Lockerung der Regeln zu den CO2-Grenzwerten in der Europäischen Union und die jüngste Diskussion über eine Bevorzugung von Komponenten und Vorprodukten aus Europa sorgen für Gesprächsstoff. Für das laufende Jahr erwartet der VDA in Deutschland ein leichtes Absatzplus von zwei Prozent auf 2,9 Millionen Fahrzeuge. Damit liegt der deutsche Markt immer noch rund ein Fünftel unter seinem Vorkrisenniveau von 2019.
Zudem legen mit Mazda, Honda, Ferrari und Ford gleich mehrere Autokonzerne ihre Geschäftszahlen vor. Während die japanischen Hersteller unter der Absatzflaute sowie US-Zöllen leiden und bei Mazda sogar ein Jahresverlust erwartet wird, sind die Aussichten bei den weiteren Produzenten gemischt. Beim italienischen Sportwagenhersteller Ferrari dämpften Analysten zuletzt die Erwartungen und verwiesen trotz neuer Modelle unter anderem auf hohe Kosten für die Formel 1. Für den US-Riesen Ford hingegen zeigte sich etwa J.P. Morgan optimistisch und schraubte die Gewinnprognose für das vierte Quartal dank besserer Produktionszahlen und Kostensenkungen deutlich nach oben.
Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.