Wirtschaft

Anti-Dumping-Zölle seit 2024EU nimmt Cupra-Modell von Zöllen auf chinesische E-Autos aus

10.02.2026, 16:33 Uhr
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Der Cupra Tavascan sei ein europäisches Projekt. (Foto: IMAGO/Dreamstime)

Seat lässt seinen E-SUV Tavascan in einem chinesischen VW-Werk bauen. Das zieht beim Import in die EU bisher Zölle in Höhe von bis zu 35,3 Prozent mit sich - bis jetzt. Der Volkswagen-Konzern einigt sich mit Brüssel auf eine Ausnahmeregelung.

Die EU-Kommission kommt Volkswagen bei den Einfuhrzöllen auf Elektroautos aus China entgegen. Das Cupra-Modell Tavascan, das im VW-Werk im chinesischen Anhui gebaut wird, wird künftig von den Zöllen ausgenommen, wie aus einer Entscheidung der Kommission hervorgeht, die jetzt veröffentlicht wurde.

Die Kommission einigte sich dafür mit der VW-Tochter Seat unter anderem auf einen Mindestimportpreis und Höchstimportmengen für das Fahrzeug. Cupra ist eine Marke des spanischen Autobauers Seat. Ein Seat-Sprecher erklärte, das Unternehmen begrüße es, dass die Kommission die Vorschläge von Seat und Cupra angenommen habe. Der Tavascan sei ein europäisches Projekt, das in Europa entwickelt worden sei und in China in einem mehrheitlich VW gehörenden Werk gebaut werde.

VW verhandelt seit längerem mit der EU-Kommission über Zölle. Bislang musste das Unternehmen Zölle von 20,7 Prozent für den Tavascan zahlen, zusätzlich zum allgemeinen Importzoll von zehn Prozent auf alle ausländischen Fahrzeuge. Im Januar hatte die Kommission ihre Vorschläge zu Mindestpreisen vorgelegt, mit denen die Auswirkungen von chinesischen Subventionen ausgeglichen werden sollen. Zudem sollen so Anreize geschaffen werden, dass die Zölle nicht durch den Import etwa von Hybridfahrzeugen umgangen werden.

Die Anti-Dumping-Zölle gelten seit Ende 2024 und liegen bei bis zu 35,3 Prozent. Die EU-Kommission will so die europäische Autoindustrie davor schützen, dass der europäische Markt mit Billig-E-Autos von chinesischen Herstellern wie BYD, Geely oder SAIC überflutet wird. Neben VW führt auch BMW Elektroautos aus China in die EU ein. Mercedes arbeitet bei der Marke Smart mit Geely zusammen. Eine Reihe von Autobauern, darunter BMW, haben vor dem Europäischen Gerichtshof Beschwerde gegen die Zölle eingelegt.

Quelle: ntv.de, mpa/rts

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