Der Börsen-Tag
10. März 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:38 Uhr

Dax holt ganz tief Luft

Die Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende in Nahost hat dem deutschen Aktienmarkt Flügel verliehen. Angesichts eines deutlichen Rückgangs beim Ölpreis schnellte der Dax bis auf 24.061 Punkte hoch. "Dass der Ölpreis nachgibt, nimmt Druck vom Kessel", sagt Timo Emden von Emden Research. "Für die Börsen ist das ein klares Signal zum Durchatmen - der Startschuss für eine Erleichterungsrallye könnte nun gefallen sein." Ausgelöst wurde die Kehrtwende nach den zuletzt herben Kursverlusten durch US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte angedeutet, dass der Krieg der USA und Israels gegen den Iran bald abgeschlossen sein könnte.

Der Dax ging mit einem satten Aufschlag von 2,4 Prozent auf 23.969 Punkte aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,9 Prozent höher bei 5842 Stellen.

Heute sorgten Volkswagen und Porsche für Gesprächsstoff. Trotz eines Gewinneinbruchs 2025 bei VW ging es für die Aktien des Autobauers, die seit Beginn des Iran-Krieges gut 13 Prozent verloren haben, um 2,8 Prozent bergauf. Einem Händler zufolge machte die Bilanz Hoffnung auf leichte Fortschritte: Insgesamt zeigten die Zahlen VW im langsamen Vorwärtsgang, erklärte er.

Die Aktien der Sportwagentochter Porsche, die im Krisenjahr 2025 operativ kaum noch etwas verdiente, legten im MDax um 4,0 Prozent zu. Auch sie waren im Zuge des jüngsten Ausverkaufs an den Börsen deutlich unter die Räder geraten. 

Dax holt ganz tief Luft
17:14 Uhr

Hochtief mit lukrativem Auftrag aus Schweden

Hochtief hat den Zuschlag für den Bau eines etwa 26 Kilometer langen Teilstücks der geplanten Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke Ostlänken bekommen, die südwestlich von Stockholm beginnt und bis nach Linköping führen soll.

Das Projekt OL31 Vagnhärad umfasst Planung und Bau mehrerer Tunnel und Großbrücken sowie einer Bahnstation und hat ein Gesamtvolumen von voraussichtlich bis zu rund 900 Millionen Euro (9,5 Milliarden schwedische Kronen), wie der deutsche Baukonzern in Essen mitteilte. Die Bauphase laufe bis 2034.

Hochtief mit lukrativem Auftrag aus Schweden
16:55 Uhr

Ölpreis-Explosion: Wie Trader jetzt agieren können

Der Ölpreis ist zum Zünglein an der Waage geworden – steigt er, fallen die Aktienmärkte und umgekehrt. Der rasante Anstieg der letzten Woche: ein neuer Rekord! Welche Folgen ein hoher Ölpreis für die Wirtschaft haben könnte und wie jetzt Trader agieren können, hat Nancy Lanzendörfer mit Peter Bösenberg von der Société Générale besprochen.

Ölpreis-Explosion: Wie Trader jetzt agieren können
16:35 Uhr

Applied Materials und Micron mit Allianz bei KI-Speicherchips

Applied Materials und Micron Technology wollen gemeinsam Speicherchips der nächsten Generation für KI-Systeme entwickeln. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, zielt die Zusammenarbeit darauf ab, die Innovationspipeline für Halbleiter in den USA zu stärken. Konkret sollen Speicherlösungen mit hoher Bandbreite weiterentwickelt werden, darunter DRAM- und NAND-Speicher.

Die Partnerschaft bündelt die fortschrittlichen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten des EPIC Centers (Equipment and Process Innovation and Commercialization Center) von Applied Materials im Silicon Valley mit den Fertigungskapazitäten von Micron. Micron mit Sitz in Boise, Idaho, investiert derzeit 50 Milliarden US-Dollar, um die Größe seines rund 182 Hektar großen Campus mehr als zu verdoppeln. Unter anderem werden zwei neue Chipfabriken, sogenannte Fabs, gebaut.

Applied Materials und Micron mit Allianz bei KI-Speicherchips
16:13 Uhr

Goldpreis steigt wieder deutlich

Der Goldpreis ist aufgrund eines schwächeren Dollars und nachlassender Sorgen über hohe Energiekosten und Inflation gestiegen. Er kletterte um 1,2 Prozent auf 5212 US-Dollar je Feinunze hoch, während der US-Dollar-Index nachgab. Ölpreise von über 100 US-Dollar pro Barrel hatten zuletzt die Befürchtungen vor einer höheren Inflation und möglichen Verzögerungen bei Zinssenkungen in den USA geschürt, was das zinslose Edelmetall belastetete. Händler warten nun auf die anstehenden US-Inflationsdaten, wobei die Verbraucherpreise am Mittwoch und die PCE-Daten am Freitag veröffentlicht werden.

Goldpreis steigt wieder deutlich
15:51 Uhr

Friedenshoffnungen grenzen Verluste an US-Börsen ein

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(Foto: REUTERS)

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konflikts im Nahen Osten hat die Kursverluste an den US-Börsen eingedämmt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung jeweils 0,2 Prozent tiefer bei 47.660 und 6779 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls leicht nach und lag bei 22.678 Zählern.

Die Aktien der Fluggesellschaften American Airlines, United Airlines und Delta konnten ihre vorbörslichen Gewinne nicht halten und fielen nach der Eröffnung um drei bis 4,5 Prozent. Die Papiere der Kreuzfahrtanbieter Carnival und Royal Caribbean fielen ebenfalls. Nach unten ging es zugleich auch für die Aktien der Ölkonzerne ConocoPhillips und Exxon Mobil, die jeweils knapp ein Prozent einbüßten.

Friedenshoffnungen grenzen Verluste an US-Börsen ein
15:30 Uhr

"VW rennt, aber das Laufband wird immer schneller"

Der Gewinn von Volkswagen ist 2025 um knapp die Hälfte eingebrochen. VW-Chef Oliver Blume versucht gegenzusteuern, doch das überzeugt unseren Chefkorrespondenten Ulrich Reitz nicht. Denn inzwischen "tobt ein ganz anderer Sturm".

"VW rennt, aber das Laufband wird immer schneller"
15:06 Uhr

Renditen deutscher Staatsanleihen gehen zurück

Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind nach dem jüngsten Ausverkauf angezogen. Im Gegenzug fallen die Renditen. Zweijährige Anleihen werfen zeitweise 2,2360 Prozent ab - am Montag waren es in der Spitze 2,4760 Prozent gewesen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fällt um fast zwei Basispunkte auf 2,8455 Prozent. Angesichts der Spekulationen auf ein nahendes Ende des Nahost-Konfliktes reduzierten die Geldmärkte die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung der EZB. Der Ende Februar ausgebrochene Iran-Krieg trieb die Energiekosten zuletzt deutlich in die Höhe und schürte damit die Angst vor einer neuen Inflationswelle.

Renditen deutscher Staatsanleihen gehen zurück
14:43 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Tendenziell nach unten geht es mit den Sätzen am europäischen Geldmarkt, deutlicher bei den 12-Monats-Sätzen. Für Entspannung sorgt US-Präsident Trump mit der Aussage, der Iran-Krieg sei "abgeschlossen" und der Konflikt werde "sehr bald" zu Ende sein. Seitdem geht es mit den Ölpreisen weiter dynamisch nach unten nach dem vorherigen Höhenflug mit teils panikartigen Zügen. Die Nachfrage der Banken des Euroraums nach Liquidität der Europäischen Zentralbank (EZB) hat derweil beim einwöchigen Hauptrefinanzierungsgeschäft zugenommen. Wie die EZB mitteilte, wurden 10,228 Milliarden Euro nach 9,267 Milliarden in der Vorwoche zum Festzinssatz von 2,15 Prozent zugeteilt. Die Banken des Euroraums besorgten sich damit 0,961 Milliarden Euro mehr EZB-Liquidität.

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,90 - 2,10), Wochengeld: 1,88 - 2,13 (1,88 - 2,13), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,20 (2,00 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,05 - 2,25 (2,05 - 2,25), 6-Monats-Geld: 2,03 - 2,14 (2,05 - 2,15), 12-Monats-Geld: 2,27 - 2,38 (2,38 - 2,51), Euribors: 09.03 08.03. 3 Monate: 2,0780 2,0490, 6 Monate: 2,1780 2,1390, 12 Monate: 2,3670 2,3230

Neues vom Geldmarkt
14:17 Uhr

Biontech schreibt tiefrote Zahlen - Aktie stürzt ab

Angesichts weiter hoher Entwicklungskosten hat Biontech im Geschäftsjahr 2025 einen Milliardenverlust hinnehmen müssen. Er belief sich auf netto 1,12 Milliarden Euro, wie die Mainzer mitteilten. Das war deutlich mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr mit 665,3 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte 2025 demnach auf 2,87 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,76 Mrd.). Als Grund hierfür nannte Biontech Erlöse aus der Kooperation mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb.

Für das laufende Jahr 2026 erwartet das Unternehmen, dessen Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci spätestens Ende dieses Jahres ausscheiden werden, Erlöse zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro. Diese sollten die geplanten Forschungs- und Entwicklungskosten von 2,2 bis 2,5 Milliarden Euro ausgleichen, hieß es. Die Aktie von Biontech sackt um fast 18 Prozent ab.

Biontech schreibt tiefrote Zahlen - Aktie stürzt ab
13:44 Uhr

36 neue Modelle: Renault setzt globalen Fokus

Renault will seinen Absatz bis 2030 um 23 Prozent steigern und die Hälfte seiner Fahrzeuge außerhalb Europas verkaufen. Mit einer neuen Fünf-Jahres-Strategie will der Konzern im verschärften globalen Wettbewerb bestehen, wie der französische Autobauer mitteilte. In seinem wichtigen europäischen Heimatmarkt steht Renault unter zunehmendem Preisdruck durch chinesische Anbieter wie BYD und traditionelle Konkurrenten wie Stellantis, was die Gewinnmargen schmälert. Um international zu wachsen, will Renault auf Partner wie den chinesischen Konzern Geely setzen, insbesondere in Südamerika und Südkorea.

Um die Ziele zu erreichen, plant Renault in den kommenden fünf Jahren 36 neue Modelle, davon 14 für Märkte außerhalb Europas. Das Verkaufsvolumen der Marke Renault soll bis 2030 auf mehr als zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr steigen, nach 1,63 Millionen im Jahr 2025. Der Anteil der außerhalb Europas verkauften Autos soll von 38 Prozent im Vorjahr auf 50 Prozent klettern. "Wir werden zeigen, dass wir langfristig planen und zum Maßstab für die europäische Automobilindustrie auf globaler Ebene werden", erklärte Vorstandschef Francois Provost.

36 neue Modelle: Renault setzt globalen Fokus
13:20 Uhr

Verband: Tankstellenpreise können "nicht so schnell sinken, wie sie steigen"

Die Mineralölwirtschaft in Deutschland hat angesichts des aktuell gesunkenen Ölpreises betont, die Preise an den Tankstellen könnten "leider nicht so schnell sinken, wie sie steigen". An den Zapfsäulen seien nicht die Rohölpreise ausschlaggebend, sondern die Produktpreise für Benzin und Diesel in Europa, erklärte am Dienstag der Wirtschaftsverband Fuels und Energie in Berlin. "Hier sehen wir noch keine Entspannung."

Denn der Persische Golf sei für Öltanker und Produktexporte weiterhin gesperrt. Ein Teil der globalen Nachfrage greife daher auf die in Europa verfügbaren Kraftstoffe zurück.

Verband: Tankstellenpreise können "nicht so schnell sinken, wie sie steigen"
13:09 Uhr

Koexistenz zwischen KI und Software in Sicht?

Nach den Dämpfern, die der Techsektor in den vergangenen Wochen einstecken musste, konnten sich viele Werte der Software-Branche zuletzt wieder ein wenig erholen, denn die Sorge, dass die Künstliche Intelligenz diesen Sektor überrennen könnte, scheint sich langsam zu legen. Wie es hier jetzt weitergehen könnte, darüber hat Nancy Lanzendörfer mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley gesprochen.

Koexistenz zwischen KI und Software in Sicht?
12:47 Uhr

VW-Gewinneinbruch "kommt nicht aus operativem Geschäft"

Der in den vergangenen Jahren ohnehin stark gebeutelte Volkswagen-Konzern muss den nächsten Tiefschlag hinnehmen. Um gleich 50 Prozent brechen im Jahr 2025 die Gewinne ein. CEO Oliver Blume erklärt die schwachen Zahlen und verrät, mit welchen Plänen VW wieder angreifen will.

VW-Gewinneinbruch "kommt nicht aus operativem Geschäft"
12:33 Uhr

Wall Street hofft auf baldiges Ende des Iran-Krieges

Abwartend dürfte die Wall Street in den Handel starten. Stützend wirkt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges, nachdem US-Präsident Donald Trump von erreichten Zielen und einem baldigen Ende des Kriegs im Nahen Osten gesprochen hat. Dagegen hält Israel am Ziel eines Regimewechsels im Iran fest. Premierminister Benjamin Netanjahu warnte, Israel sei mit seiner Offensive gegen den Iran "noch nicht fertig". Außerdem sagte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, dass Gespräche mit den USA nicht mehr auf der Agenda Teherans stünden. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich kaum bewegt.

Bei den Einzelwerten stehen die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal von Oracle nach der Schlussglocke im Fokus. Die Aktie ist seit ihrem Höchststand im September angesichts der Sorgen der Anleger über den Boom bei künstlicher Intelligenz (KI) stark gefallen.

Wall Street hofft auf baldiges Ende des Iran-Krieges
12:17 Uhr

Hugo Boss kappt Dividende

Der Modekonzern Hugo Boss hat im Weihnachtsquartal bei seinen Kunden gepunktet und so im Gesamtjahr trotz insgesamt mauer Konsumlaune zugelegt. Der Metzinger Herren- und Damenausstatter kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 200 Millionen Euro als Trostpflaster für die Kappung der Dividende an. Die soll für 2025 auf die gesetzliche Mindesthöhe von 0,04 (2024: 1,40) Euro je Aktie reduziert werden, wie Boss mitteilte. An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die im MDax notierte Aktie legte um 3,6 Prozent zu. Nach einem Umsatzanstieg um sieben Prozent summierte sich im Gesamtjahr das Plus währungsbereinigt auf zwei Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um acht Prozent auf 391 Millionen Euro.

Hugo Boss kappt Dividende
11:47 Uhr

Ölpreise gehen wieder kräftig hoch - Dax mit dickem Plus

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sein Plus halten können und bereits mehrmals einen Ausflug über die 24.000er-Marke gemacht. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 2,4 Prozent höher bei 23.967 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,8 Prozent auf 5834 Stellen. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1635 US-Dollar.

Kräftig bergauf ging es wieder mit den Ölpreisen, Brent und WTI legten um 3,1 beziehungsweise 5,3 Prozent zu. Anders als US-Präsident Donald Trump geht der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu offenbar nicht von einem baldigen Ende des Iran-Krieges aus. Israel sei mit seinen Angriffen auf die Führung in Teheran "noch nicht fertig", sagte Netanjahu laut einer heute veröffentlichten Erklärung seines Büros bei einem Besuch im Nationalen Gesundheitskommandozentrum am Montagabend.

Ölpreise gehen wieder kräftig hoch - Dax mit dickem Plus
11:34 Uhr

Biontech-Gründer verlassen Unternehmen und gründen neues

Die in der Corona-Pandemie berühmt gewordenen Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci werden das Unternehmen verlassen und ein neues gründen. Das Ehepaar scheide spätestens Ende 2026 aus, wolle aber Anteilseigner bleiben, teilte Biontech in Mainz mit.

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Das Ehepaar behält Anteile an Biontech. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Pool)
Biontech-Gründer verlassen Unternehmen und gründen neues
11:11 Uhr

Überhaupt keine Entwarnung bei Pleitezahlen

In Deutschland zeichnet sich einer Studie zufolge noch keine Trendwende bei den Firmenpleiten ab. Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften lag im Februar mit 1466 um fünf Prozent höher als im Vormonat, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mitteilte. Der Vorjahreswert wurde um zwei Prozent übertroffen. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Februar der Jahre 2016 bis 2019 - also vor der Corona-Pandemie - liegt die aktuelle Zahl um 58 Prozent höher.

Das Institut erhebt zudem Frühindikatoren, die dem Insolvenzgeschehen in der Regel zwei bis drei Monate vorauslaufen. Diese stiegen im Februar außergewöhnlich stark an und erreichten den zweithöchsten Wert seit dem Beginn der Erhebung im Jahr 2020. IWH-Experte Steffen Müller geht deshalb davon aus, "dass im März weiterhin hohe Insolvenzzahlen zu erwarten sind. Im April und Mai ist ein weiterer Anstieg der Zahlen wahrscheinlich".

Überhaupt keine Entwarnung bei Pleitezahlen
10:47 Uhr

VW-Aktie trotz Gewinneinbruchs sehr begehrt

Trotz eines Gewinneinbruchs 2025 bei Volkswagen geht es für die Aktie des Dax-Konzerns bergauf. Die Papiere rücken in der Spitze um vier Prozent vor, der Dax selbst liegt 3,9 Prozent fester. Ein Händler führt das Kursplus vor allem auf eine Erholungsbewegung nach den Verlusten der vergangenen Tage zurück. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar hat die Aktie gut 13 Prozent verloren. Laut dem Börsianer machte die Bilanz aber auch Hoffnung auf leichte Fortschritte: Insgesamt zeigten die Zahlen VW im langsamen Vorwärtsgang, erklärt er. Volkswagen zufolge soll die Rendite im laufenden Jahr bei 4,0 bis 5,5 Prozent liegen. 2025 waren es 2,8 Prozent gewesen.

VW-Aktie trotz Gewinneinbruchs sehr begehrt
10:23 Uhr

Dollar-Spekulationen auf baldiges Kriegsende

Spekulationen auf ein nahendes Kriegsende in Nahost machen dem Dollar zu schaffen. Der Dollar-Index verliert bis zu 0,5 Prozent auf 98,68 Punkte. Der Euro notiert fester bei 1,1652 Dollar. Am Montag war der Dollar-Index mit 99,695 Stellen zeitweise auf den höchsten Stand seit November 2025 gestiegen. Die US-Währung war aufgrund des Krieges und der damit verbundenen Versorgungsängste am Ölmarkt verstärkt als sicherer Hafen angesteuert worden. Zudem setzten Investoren darauf, dass Zinssenkungen in den USA aufgrund des Ölpreisanstiegs und möglicher Inflationsgefahren erst einmal vom Tisch sein könnten.

"Der Markt handelt auf der Grundlage von Hoffnung", sagt Marc Chandler von Bannockburn Global Forex. Sollte der Krieg wirklich enden, werde der Dollar nachgeben und die Aktienkurse dürften steigen, meint der Experte. Aber noch sei die Situation unklar. US-Präsident Donald Trump hatte CBS News gesagt, dass er den Krieg gegen den Iran "für sehr abgeschlossen" halte und dass man dem ursprünglichen Zeitrahmen "sehr weit voraus" sei.

Dollar-Spekulationen auf baldiges Kriegsende
10:00 Uhr

"Volkswagen ist viel zu groß"

Der Volkswagen-Konzern meldet für 2025 einen massiven Gewinneinbruch. Autoexperte Jürgen Pieper erklärt, welches "Luxusmarken-Problem" dahintersteckt. Er erkennt jedoch auch leichte Anzeichen, die zumindest vorsichtige Hoffnung auf ein Comeback der deutschen Autobauer machen.

"Volkswagen ist viel zu groß"
09:47 Uhr

"Premium" zahlt sich für Lindt aus

Die Kunden von Lindt & Sprüngli haben dem Schweizer Schokoladenhersteller trotz kräftiger Preiserhöhungen die Treue gehalten und ihm so zu einem Gewinnsprung verholfen. Wegen der beispiellos hohen Kakaopreise gab das Unternehmen die Kosten mit Preisanhebungen von durchschnittlich 19 Prozent an die Verbraucher weiter, wie der Konzern mitteilte. Dies führte zwar zu einem Rückgang der Verkaufsmenge von 6,6 Prozent, der allerdings geringer als erwartet ausfiel. Dadurch kletterte der operative Gewinn (Ebit) 2025 um 9,8 Prozent auf 971 Millionen Franken, während die Erlöse organisch um 12,4 Prozent auf 5,92 Milliarden Franken zulegten.

"Premium" zahlt sich für Lindt aus
09:31 Uhr

Porsche fährt der Musik deutlich hinterher

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Porsche Macan el elektrisiert nicht genug. (Foto: Porsche)

Das Debakel im China-Geschäft und milliardenhohe Belastungen durch den Strategieschwenk haben beim Sportwagenbauer Porsche für einen massiven Gewinneinbruch im vergangenen Jahr gesorgt. Wie der Mutterkonzern Volkswagen mitteilte, belief sich das operative Ergebnis von Porsche 2025 auf 90 Millionen Euro nach knapp 5,3 Milliarden Euro im Jahr davor. Inklusive Finanzdienstleistungen erzielte die Sportwagenschmiede 413 Millionen Euro – nach noch 5,6 Milliarden Euro 2024. Analysten hatten mit knapp einer halben Milliarde Euro Betriebsgewinn einschließlich Finanzdienstleistungen gerechnet.

Porsche fährt der Musik deutlich hinterher
09:18 Uhr

Dax schraubt sich nach oben

Der Dax startet fester in den heutigen Handel. Der deutsche Börsenleitindex, der im gestrigen Geschäft schon unter der 23.000er-Marke notiert, dann aber bereits wieder gefestigt mit 23.409 Punkten geschlossen hatte, liegt aktuell im Bereich von 23.890 Zählern.

"Die gestern im Handelsverlauf eingesetzte Erholung setzt sich heute weiter fort", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Sie verweist auf die weiter fallenden Ölpreise. "Deren Entwicklung haben die Anleger fest im Blick", erläutert sie. "Die Volatilität bleibt hoch."

Dax schraubt sich nach oben
09:14 Uhr

VW-Gewinn bricht ein

Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas größter Autobauer mit. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro.

Im Schlussquartal schnitt VW dabei aber wieder besser ab als in den ersten neun Monaten. Im dritten Quartal war der Konzern noch tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte mehr als eine Milliarde Euro Verlust verbucht. Grund waren vor allem die Belastungen bei der Tochter Porsche wegen des Strategie-Schwenks zur Verbrenner-Verlängerung, die auf die Konzernmutter durchschlugen. Hinzu kamen Milliardenbelastungen aus den US-Zöllen.

VW-Gewinn bricht ein
08:59 Uhr

Server-Riese profitiert von KI-Boom - Aktie gesucht

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat dank der hohen Nachfrage nach KI-Servern einen optimistischen Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. Der Umsatz werde zwischen 9,6 und 10,0 Milliarden Dollar liegen, teilte der Anbieter von Hochleistungsrechnern mit. Damit übertrifft HPE die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 9,58 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Die HPE-Aktie legte im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent zu. Konzernchef Antonio Neri berichtete von einem starken Kundeninteresse am gesamten Angebot: "Die Aufträge sind im Jahresvergleich in allen Segmenten im zweistelligen Prozentbereich gestiegen."

Im abgelaufenen ersten Quartal verfehlte der Umsatz mit 9,30 Milliarden Dollar zwar knapp die Prognosen von 9,33 Milliarden. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag mit 65 Cent jedoch über den erwarteten 59 Cent. Für das Geschäftsjahr 2026 hob das Unternehmen seine Gewinnprognose auf eine Spanne von 2,30 bis 2,50 Dollar je Aktie an.

Server-Riese profitiert von KI-Boom - Aktie gesucht
08:47 Uhr

Verhagelter Jahresstart für deutsche Exporteure

Für die deutschen Exporteure hat das Jahr wegen der sinkenden Nachfrage aus China und Europa mit einem Fehlstart begonnen. Ihre Ausfuhren schrumpften im Januar um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 130,5 Milliarden Euro. Das ist der stärkste Rückgang seit Mai 2024, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Dezember hatte es noch ein kräftiges Plus von 3,9 Prozent gegeben. Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 2,0 Prozent gerechnet.

Die Importe gingen noch stärker zurück: Sie brachen im Januar um 5,9 Prozent zum Vormonat auf 109,2 Milliarden Euro ein - das größte Minus seit April 2020. Ökonomen hatten ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent vorausgesagt.

Verhagelter Jahresstart für deutsche Exporteure
08:39 Uhr

Trumps Beruhigungspille wirkt an Asien-Börsen

Fallende Ölpreise verhelfen den Aktienmärkten in Ostasien und Australien zu einer Erholung. Am Montag waren die Börsen der Region teils regelrecht eingebrochen, nachdem die Ölpreise in der Spitze um bis zu 30 Prozent nach oben geschossen waren, was Konjunktur- und Inflationssorgen schürte. Allerdings sagte US-Präsident Donald Trump im späteren Tagesverlauf, dass der Krieg im Iran "sehr bald" beendet sein könnte, denn die militärische Operation schreite rascher voran als geplant. Auch konzentrierten sich die USA darauf, dass die Welt weiter mit Energie und Öl versorgt werde. Das sorgte für einen Stimmungswechsel.

Zweifel an der Ölversorgung waren zuvor im Verlauf des Tages bereits von den Finanzministern der G7 gelindert worden. Sie hatten Bereitschaft signalisiert, die strategischen Ölreserven anzugreifen, um die Versorgung zu sichern. Aktuell ermäßigt sich der Brent-Ölpreis um 6 Prozent auf 92,98 Dollar je Barrel, nachdem er zu Wochenbeginn erstmals seit 2022 auf über 100 Dollar gestiegen war und im Hoch sogar fast 120 Dollar erreicht hatte.

An der Börse in Seoul legt der Kospi um 4,6 Prozent zu; er hatte am Montag 6 Prozent eingebüßt. In Tokio steigt der Topix um 2,1 Prozent. An den chinesischen Börsen fallen die Gewinne geringer aus, sie hatten sich am Vortag allerdings auch deutlich besser gehalten. In Shanghai gewinnt der Composite-Index 0,4 Prozent. Der Hang-Seng-Index notiert in Hongkong 1,7 Prozent höher.

Trumps Beruhigungspille wirkt an Asien-Börsen
08:22 Uhr

Anleger greifen nach Airline-Aktien

Gesucht sind in Asien vor allem Aktien aus Branchen, die besonders unter steigenden Ölpreisen leiden, darunter Fluggesellschaften. Cathay Pacific verteuern sich in Hongkong um 4,4 Prozent und Japan Airlines in Tokio um 2,1 Prozent. Korean Air Lines springen in Seoul um 8,3 Prozent nach oben.

Anleger greifen nach Airline-Aktien
08:03 Uhr

"Taco-Trade" ist intakt

Europas Börsen dürften erholt in den Handel starten, nachdem US-Präsident Trump in einem CBS-Interview erklärt hatte, der Iran-Krieg sei "abgeschlossen" und der Konflikt werde "sehr bald" zu Ende sein. Darauf waren die Ölpreise nochmals weiter gefallen, nachdem sie zuvor bereits stark von den extremen Hochs am ganz frühen Montag zurückgekommen waren und an den US-Börsen drehten die Indizes in positives Terrain.

Im Handel werden die Äußerungen dahingehend interpretiert, dass der "Taco-Trade" (Trump always chickens out) intakt sei. Trump stehe angesichts des massiven Anstiegs der Ölpreise und der damit verbundenen Inflationsgefahren innenpolitisch zunehmend unter Druck, denn hohe Ölpreise minderten die Chancen der Republikaner bei den Zwischenwahlen im November.

An den Finanzmärkten dürfte es aber weiterhin zunächst volatil zugehen. Einerseits ist unklar, wie der Iran reagieren wird, Mitglieder der Revolutionären Garden haben erklärt, das Land werde selbst entscheiden, wann der Krieg zu Ende sei. Andererseits ist unklar, wie Israel auf die Entwicklungen reagieren wird.

"Taco-Trade" ist intakt
07:43 Uhr

Krieg fast beendet? Kurse in Asien schießen nach oben

Asiens Börsen ziehen nach einer Aussage von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen Ende des Kriegs im Iran den deutlich an. Japans Leitindex Nikkei legt etwa drei Prozent zu. Die Wirtschaft des ostasiatischen Landes ist stark von Öl- und Gasimporten abhängig.

Südkoreas Leitindex Kospi gewinnt nach einem deutlichen Minus von 6 Prozent zum Vortagsschluss 5,5 Prozent. Besonders Tech-Werte wie Samsung Electronics oder der Chip-Hersteller SK Hynix legen zwischenzeitlich um mehr als 9 Prozent zu. In China steigen der Hongkonger Hang Seng mit 1,3 Prozent und der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien in Festlandchina abbildet, 0,8 Prozent leicht nach oben.

Grund war ein Interview, aus dem der US-Sender CBS News Trump mit den Worten zitiert hatte: «Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet.» An der US-Börse sorgte die Aussage für positive Stimmung.

Krieg fast beendet? Kurse in Asien schießen nach oben
07:29 Uhr

"Datenwächter" Apple: Verleger fordern Strafzahlung

Deutsche Verleger- und Werbeverbände haben das Bundeskartellamt aufgefordert, Apple wegen seiner App-Tracking-Regeln mit einer Geldbuße zu belegen. Die von dem US-Konzern vorgeschlagenen Änderungen an seinem App-Tracking-Transparency-Tool lösten die kartellrechtlichen Probleme auf dem mobilen Werbemarkt nicht, erklärten die Verbände. Zu den Unterzeichnern gehörten Mediaagenturen und der Markenverband. Das Kartellamt hatte die Verbände vor drei Monaten um eine Stellungnahme zu Apples Änderungsvorschlägen gebeten.

Apple hatte im Dezember neutrale Einwilligungsabfragen sowohl für eigene Dienste als auch für Drittanbieter-Apps vorgeschlagen, um den deutschen Bedenken zu begegnen. Zudem wollte der Konzern den Einwilligungsprozess vereinfachen.

Das Bundeskartellamt hatte Apple im Februar vergangenen Jahres Marktmachtmissbrauch vorgeworfen. "Die vorgeschlagenen Zusagen würden die negativen Auswirkungen des App-Tracking-Transparency-Rahmens nicht ändern", sagte Bernd Nauen, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft. Apple bleibe weiterhin der Datenwächter und entscheide, wer Zugang zu werberelevanten Daten erhalte. Die Verbände forderten das Kartellamt auf, Apples Vorschläge abzulehnen, das Tool zu stoppen und eine Geldbuße zu verhängen. Bei Verstößen gegen das deutsche Kartellrecht drohen Unternehmen Bußgelder von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.

"Datenwächter" Apple: Verleger fordern Strafzahlung
07:13 Uhr

"Schwerer Fehler"? Regierung beendet Mikrokreditfonds

Die Bundesregierung will ein Förderinstrument für kleine Firmen mit erschwertem Kreditzugang Mitte 2026 auslaufen lassen. Der Mikrokreditfonds Deutschland werde über den 30. Juni hinaus nicht verlängert, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Neue Kredite würden nur noch bis dahin genehmigt und ausgezahlt. Grünen-Finanzexpertin Katharina Beck sprach von einem schweren Fehler. Gerade in der wirtschaftlich schwierigen Lage brauche der Mittelstand verlässliche Finanzierungsmöglichkeiten und Planungssicherheit.

Der Fonds war 2010 aufgelegt worden und sichert Mikrokredite von bis zu 25.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen ab, die am normalen Bankmarkt oft nur schwer Finanzierungen erhalten. Seit dem Start wurden nach Regierungsangaben rund 38.000 Kredite mit einem Gesamtvolumen von mehr als 400 Millionen Euro vergeben. Wegen der laufenden Rückzahlungen bleibt der Fonds aber noch bis mindestens Ende 2030 bestehen. Allein seit 2015 seien damit Unternehmen mit rund 70.000 bestehenden Arbeitsplätzen unterstützt worden.

"Schwerer Fehler"? Regierung beendet Mikrokreditfonds
06:53 Uhr

Ölpreise stürzen ab

Am Rohstoffmarkt kommen die Ölpreise zunächst zurück. So verbilligt sich die Nordsee-Sorte Brent um 4,1 Prozent auf 94,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 3,9 Prozent schwächer bei 90,93 Dollar. Die Preise waren zeitweise um bis zu zehn Prozent eingebrochen.

Grund waren positiv aufgenommene Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der erklärt hatte: Der Iran-Krieg könne schnell vorbei sein. Über das Wochenende hatten die Ölpreise zeitweise bis zu 25 Prozent zigelegt und ein Barrel Brent hatte an der 120-Dollar-Marke gekratzt.

Ölpreise stürzen ab
06:35 Uhr

Chinas Außenhandel überrascht

Chinas Außenhandel hat zum Jahresbeginn deutlich stärker zugenommen als erwartet. Wie die Zollbehörde in Peking mitteilte, stiegen die Exporte im Januar und Februar in US-Dollar berechnet um 21,8 Prozent verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum. Die Importe legten demnach ebenfalls deutlich um 19,8 Prozent zu. Daraus ergab sich ein Handelsüberschuss von 213,6 Milliarden US-Dollar (fast 184 Milliarden Euro).

Analysten hatten vorab mit einem Zuwachs von etwas mehr als 7 Prozent bei den Ausfuhren in den ersten beiden Monaten des Jahres verglichen mit demselben Vorjahreszeitraum gerechnet. Für Chinas Einfuhren hatten die Marktbeobachter ein Plus von 6,3 Prozent erwartet.

Chinas Außenhandel überrascht
06:17 Uhr

Das ist los im frohen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 157,87 Yen und gibt 0,3 Prozent auf 6,8870 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7778 Franken vor. Parallel dazu fällt der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1609 Dollar und gibt 0,1 Prozent auf 0,9033 Franken nach. Der Dollar-Index, der die US-Währung gegen sechs wichtige Devisen misst, büßt alle Gewinne der vergangenen Woche wieder ein.

Das ist los im frohen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Ein Blick in den Abgrund

Der Dax hat zum Wochenstart in den Abgrund geschaut – und dann doch noch die Kurve gekriegt: Der deutsche Börsenleitindex war im Handelsverlauf unter die 23.000er-Marke gerutscht, hatte ein Zehnmonatstief markiert und dann am Ende mit 23.409 Punkten 0,8 Prozent im Minus geschlossen. Für die Schwankungsbreite zeigte sich der Ölpreis verantwortlich, der zeitweise rund 120 Dollar je Barrel gekostet hat, was wiederum dem Krieg im Nahen Osten geschuldet ist.

Dieser dürfte auch weiterhin das Handeln der Anleger weltweit bestimmen. Daneben gibt es aber auch Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten, wie etwa die deutschen Exporte. Diese dürften zum Jahresauftakt zurückgegangen sein und damit den konjunkturellen Fehlstart ins Jahr komplettieren. Experten erwarten einen Rückgang der Ausfuhren im Januar um 2,0 Prozent. In der Industrie waren die Aufträge im Januar so stark eingebrochen wie seit zwei Jahren nicht mehr, während die Produktion den zweiten Monat in Folge gedrosselt wurde.

Unternehmensseitig liegt das Augenmerk auf dem Autosektor - wegen Volkswagen. Denn Europas größter Autobauer öffnet seine Bücher. Schon bekannt ist, dass der Barmittelzufluss überraschend mit sechs Milliarden Euro deutlich höher ausgefallen ist als bislang angenommen – noch offen ist, wo genau das Geld herkommt. Bei Gewinn und Umsatz dürfte es dagegen trüber aussehen, die US-Zölle, der schwierige chinesische Markt und die Antriebswende bei Porsche zurück zu Verbrennern dürften tiefe Spuren hinterlassen haben. Bleibt die Frage, wie Volkswagen-Chef Oliver Blume die Aussichten für das laufende Jahr einschätzt. Analysten zeigen sich hier zuversichtlich, dass es wieder aufwärts geht.

Bei den nach US-Börsenschluss anstehenden Geschäftszahlen des SAP-Rivalen Oracle richten Anleger ihr Hauptaugenmerk auf das Cloud-Geschäft. Sie wollen eine Bestätigung, dass die ehrgeizigen Pläne zum Ausbau der KI-Infrastruktur durch entsprechendes Wachstum gerechtfertigt sind. Zur Finanzierung gibt Oracle neue Aktien aus und nimmt zusätzliche Schulden auf. Einem Medienbericht zufolge will das US-Unternehmen zudem Tausende Stellen streichen.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Ein Blick in den Abgrund